Dr. Richard Auernheimer besucht Roentgenmöbelausstellung
Als Abschiedsgeschenk für den aus dem Amt ausgeschiedenen Staatssekretär und Behindertenbeauftragter beim rheinland-pfälzischen Sozialministerium, Dr. Richard Auernheimer (5.v.r.) hatte sich Landrat Rainer Kaul (2.v.r.) etwas Besonderes einfallen lassen. Er lud Auernheimer, der jetzt ehrenamtlicher Geschäftsführer des Vereins zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie ist, mit seiner Frau zu einem Besuch der Roentgenmöbelausstellung ein. "Unser Auftrag ist es, Bildung, Kunst und Kultur allen Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen, daher war es uns ein wichtiges Anliegen, bei den Umbaumaßnahmen des Kreismuseums die Belange älterer und behinderter Menschen zu berücksichtigen", betont Landrat Rainer Kaul bei der Begrüßung der prominenten Gäste im barrierefrei gestalteten Roentgenmuseum (vormals Kreismuseum).
In seiner Amtszeit hat sich Dr. Auernheimer um die Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Menschen eingesetzt. Sein Verdienst ist es, dass Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland das Landesgesetz zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für behinderte Menschen einführte. Politik nicht nur für behinderte Menschen zu machen, sondern mit ihnen, war ihm ein wichtiges Anliegen.
In zahlreichen Städten und Gemeinden vertreten mittlerweile Behindertenbeauftragte und -beiräte die Belange behinderter Menschen und achten darauf, dass die im Gesetz geforderte Barrierefreiheit in allen Bereichen von den baulichen Bestimmungen in Gebäuden und Verkehrswegen auch umgesetzt wird. Statistisch gesehen ist jeder 10. Einwohner im Durchschnitt von einer anerkannten Behinderung betroffen. Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Menschen mit altersbedingten Einschränkungen.
"Darauf müssen wir die öffentlich zugängliche Infrastruktur ausrichten. Denn Beteiligung und Einbindung setzt voraus, dass auch Menschen mit Handicap eigenständig zu den verabredeten Terminen kommen können, auch wenn sie blind sind oder im Rollstuhl sitzen. Darauf muss sich Bahn und öffentlicher Nahverkehr einstellen. Zugängliche und behindertengerechten WC-Anlagen in Gaststätten, Einkaufscentren sind längst noch nicht überall selbstverständlich. Hier ist noch viel zu tun", berichtet die Behinderten- und Seniorenbeauftragte des Landkreises Neuwied, Andrea Oosterdyk (ganz links).
Die Ausstellung wird noch bis zum 7. Oktober präsentiert.
Infos unter www.roentgen-ausstellung.de .


