Kommunalpolitisches Seminar für Ratsfrauen

 

Wie und wo können wir in Zukunft Baugebiete ausweisen? Welcher Gestaltungsspielraum besteht für die Gemeinderäte? Diese und weitere praktische Fragen, die sich aus dem Landesentwicklungsplan ergeben, waren Inhalt des kommunalpolitischen Seminars für Ratsfrauen in Raubach. Zum Seminar zum Thema LEP IV, dem Landesentwicklungsplan IV hatten die Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Puderbach, Ute Starrmann, und des Kreises Doris Eyl-Müller, sowie Simone Kirst von der Kreisvolkshochschule eingeladen.

Foto: Die Seminarteilnehmerinnen auf dem kindgerecht gestalteten Gelände des Kindergartens Raubach >>vergrößern

 

Margit Rödder-Rasbach, Ingenieurin der Kreisverwaltung, stellte die Planungssystematik in Rheinland-Pfalz vor und informierte über die Leitlinien, Ziele und Konsequenzen des Landesentwicklungsplanes, der z.Z. in Mainz erstellt wird, vor.

 

Besonderes kritisch sahen die Kommunalpolitikerinnen die Tatsache, dass mit dem Planungsentwurf eine weitere Zentralisierung einhergeht deren Nutzen für die ländliche Region des Landkreises nicht zu erkennen sei. Auch die Praktikabilität einiger Punkte wurde von den Frauen in Frage gestellt. So seien zwar einige Grundideen löblich und erstrebenswert, jedoch in der Realität nicht umsetzbar. "Baulücken zu schließen oder Leerstände zu vermeiden ist einfacher gesagt als getan, auch ein Gemeinderat kann niemanden zwingen zu verkaufen, zu bebauen oder zu renovieren", so eine der Ortsbürgermeisterinnen.

 

Die Referentin betonte, dass der Plan nun in der Überarbeitung sei und sicherlich noch viele Änderungen eingearbeitet werden würden.

 

Information zu den kommunalpolitischen Seminaren erhalten Sie bei  Doris Eyl-Müller 0 26 31 / 803 410.