Schulpräventionswoche zum Thema HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STD)

 

Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. ( LZG), das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen (MASGFF), die AIDS-Hilfen Rheinland-Pfalz sowie die Gesundheitsämter haben eine landesweite Aktion zu den Themen HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STD) an weiterführenden Schulen geplant. Schwerpunktmäßig findet diese Schulpräventionswoche vom 24.-28.09.2007 statt.

Bild: Heidi Hoeboer von der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit

Wir sprachen mit Heidi Hoeboer, die im Kreis Neuwied beim Gesundheitsamt für Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit einschließlich AIDS zuständig ist und die Aktionen koordiniert.

Allgemein drängt sich der Eindruck auf, die Wahrnehmung von Aids als eine der gefährlichsten Krankheiten sei weiter rückläufig.

Das trifft leider zu. Erkenntnisse, die über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Deutsche AIDS-Hilfe bestätigt werden: In Deutschland leben 56.000 HIV-Infizierte und in Rheinland-Pfalz ca. 1.600 Menschen. 40% der HIV-Infektionen fanden weltweit in der Gruppe der 15-24-Jährigen statt. Einer neuesten Studie der BZgA zufolge müssen Jugendliche umfassend und nachhaltiger aufgeklärt werden, denn trotz eines hohen Basiswissens gibt es bei den Themen HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten große Lücken.

Frau Hoeboer, was kann getan werden, um diesen Missstand zu beseitigen?
Das Gesundheitsamt Neuwied beteiligt sich gemeinsam mit der Aids-Hilfe Koblenz an der Präventionswoche vom 24.-28.09.2007 und bietet Haupt-,Förder-,Regional-, Real- und Berufsschulen, Gymnasien im Landkreis sowie in der Stadt Neuwied fachliche Beratung und Begleitung für eigene Veranstaltungen, Wettbewerbe und Aktionen an.

Was möchten Sie damit erreichen?
Ziel ist es, Jugendliche für das Thema HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STD) zu sensibilisieren, über Fakten und Risiken aufzuklären und durch die Gestaltung eigener Projekte den Wissensstand zu verbessern und damit Verständnis und Akzeptanz zu erreichen.

Können Sie bereits konkrete Maßnahmen oder Veranstaltungen nennen?
Präventionsveranstaltungen an der Maximilian-Kolbe-Schule, Rheinbrohl, an der Albert-Schweitzer-Schule, Asbach und an der David-Röntgen-Schule sind bereits geplant. In Planung befindet sich noch eine Theateraufführung im ländlichen Raum. Genaueres wird noch rechtzeitig mitgeteilt.

Wo findet man weitergehende Informationen?
Weitere Informationen erteilen wir gerne. Man erreicht mich unter der Tel.-Nr.: 02631/803713 bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit einschließlich AIDS. Ich vereinbare gerne Beratungstermine, sofern ich nicht bereits telefonisch bei der ersten Kontaktaufnahme weiterhelfen kann. Die Beratung ist kostenlos.