Demographischer Wandel im Landkreis Neuwied - Workshop im Röntgenmuseum

 

"Wir werden weniger, wir werden älter, wir werden bunter". Unter diesen Stichworten wird derzeit der demographische Wandel in allen Teilen Deutschlands betrachtet. Auch im Landkreis Neuwied entwickelt sich die Bevölkerungszahl schlechter, als das Statistische Landesamt einmal angenommen hat. Seit 2004 sinkt bereits die Einwohnerzahl, obwohl bis vor kurzem noch ein Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2010 vorhergesagt war.

Das Foto zeigt von links nach rechts Kreisbeigeordneten Dr. Heinz-Jürgen Scheid, Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt, Helga Zoltowski, Martina Kaul (Kreisverwaltung Neuwied, Dipl.-Geogr. Lars Wiesemann (Uni Bonn) und Landrat Rainer Kaul.

 

Jetzt werden die Auswirkungen des demographischen Wandels im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung des Geographischen Instituts der Universität Bonn auch für den Landkreis Neuwied näher beleuchtet. Themenschwerpunkte sind dabei u.a. die "künftige Ausweisung von Wohnbauflächen und Gewerbestandorten, die Entwicklung von Schulstandorten, Kindergärten sowie Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen, die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt sowie auch der Öffentliche Personennahverkehr.

 

Im Rahmen eines Workshops im Röntgenmuseum Neuwied diskutierten Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt und Dipl.-Geogr. Lars Wiesemann von der Uni Bonn mit rund. 50 Experten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Schulen und ÖPNV, wie es künftig im Landkreis Neuwied weitergehen kann. Wiegandt und Wiesemann stellten dabei erste Ergebnisse ihrer Studie vor und sammelten Anregungen aus den jeweiligen Arbeitsgruppen. In den kommenden Wochen werden sie dem Landkreis Neuwied erste Vorschläge unterbreitet, wie er in Zukunft mit der Herausforderung "demographischer Wandel" umgehen könnte.