Positive Bilanz für die private Dorferneuerung

 

Die Förderung von privaten Dorferneuerungsmaßnahmen wird im Landkreis Neuwied stark unterstützt. Rund 350.000 Euro wurden im vergangenen Jahr auf 58 private Dorferneuerungsprojekte verteilt. In diesem Jahr zeichnet sich bereits eine ähnliche Größenordnung an Privatanträgen ab. Bislang wurden bereits in diesem Jahr für den Landkreis Neuwied  in mehreren Raten ein Bewilligungskontingent in Höhe von rd. 241.000 Euro zur Verfügung gestellt, so dass viele Antagsteller einen Bewilligungsbescheid erhalten können. Förderschwerpunkte stellen die Wohnraumschaffung durch Nutzung leerstehender, ortsbildprägender Gebäude, insbesondere ehemaliger landwirtschaftlich genutzter Anwesen dar, ebenso Infrastrukturmaßnahmen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen im Ortskern sowie Maßnahmen für Kinder- und Jugendliche.

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„Die große Nachfrage“, so Kreisbeigeordneter Dr. Heinz-Jürgen Scheid, „zeigt auch weiterhin, dass das Förderprogramm in den Dorferneuerungsgemeinden ein effektives Instrument zur Stärkung des ländlichen Raumes ist, von dem wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung und Belebung der Dörfer ausgehen, gerade in Zeiten wachsender Leerstände in den Orten“. Ein positives Beispiel stellt das Haus in der Brückenstraße 6 in Waldbreitbach dar. Kreisbeigeordneter Dr. Scheid machte sich selbst ein Bild von dem vorbildlich renovierten Gebäude. Es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus aus der Zeit um 1829 (siehe histor. Foto um 1915). Nach Angaben des jetzigen Eigentümers, Werner Böhm, handelt es sich bei dem Gebäude um ein ehemaliges „arme Leute Haus“, das sog. „Buhrs Häusje“, das er im Jahre 2004 von den Gebrüdern Buhr erworben hat. Böhm hat das Gebäude mit viel Eigenleistung und Engagement nach dem Vorbild des Originals im Inneren sowie in der Fassade, deren Fachwerk erhalten werden konnte,  umfassend renoviert. So ist das ehem. „Buhrs Häusje“ wieder ein Schmuckstück geworden, das nicht nur von Fachleuten bewundert wird, sondern auch von Waldbreitbacher Bürgern und Sparziergängern, die Richtung Wiedufer unterwegs sind. Es tragt somit zu einer wesentlichen Bereicherung des Ortsbildes bei.

 

 



 
 
 

„Positiv ist ebenso zu vermerken“, so Dr. Scheid, „dass das Ministerium auch in diesem Jahr im  Landkreis Neuwied eine weitere Schwerpunktgemeinde, nämlich die Ortsgemeinde Rengsdorf, anerkannt hat. Diese Gemeinde darf neben bereits 6 weiteren anerkannten Gemeinden für einen Zeitraum von 6 Jahren verstärkt auf Zuschüsse hoffen“.

 

Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten aus zur Dorferneuerung gibt es bei der Kreisverwaltung Neuwied, Abt.6/10-62 Referat Planung, Kreisentwicklung, Dorferneuerung bei den zuständigen Mitarbeiterinnen, Margit Rödder-Rasbach Telefon, 02631/803-235 und Martina Kaul 02631/803-402.