Heimatjahrbuch 2008 bereits erschienen
Präsentation am 27. September 2007 in Schloss Engers
Das Heimat-Jahrbuch 2008 des Landkreises Neuwied ist soeben erschienen. Landrat Rainer Kaul stellte es gemeinsam mit Autoren, Redaktionsteam, Vertretern der Görres-Druckerei Koblenz und dem Kreiskulturausschuss in Schloss Engers vor. Beim Titelbild fiel in diesem Jahr die Wahl aus das als Villa Musica mittlerweile weit über die Kreisgrenze bekannte Engerser Schloss. Es lockt alljährlich Tausende zu Kammer- und Open-Air-Konzerten in den "Flecken", die einstige Stadt Engers, deren Stadtrechtsverleihung mittlerweile genau 650 Jahre zurückliegt und 2007 auch gebührend gefeiert wird. Aus diesem Grunde wählte man zur Präsentation des Traditionswerks die "Gute Stube" des Schlosses, den Dianasaal.
Das Kalendarium zeigt - ergänzend zum vorjährigen der fließenden Gewässer - dieses Mal stehende Gewässer. Anschließend vermittelt auf mehr als 20 Seiten der Jahresrückblick über die wichtigsten Ereignisse im Landkreis. Schulkinder sind bereits dabei, in ihren Heimatgemeinden die neuen Jahrbücher zu verkaufen. Mit einer Auflagenhöhe von mehr als 7.000 Exemplaren zählen sie in Rheinland-Pfalz zur bemerkenswertesten Lektüre ihrer Art. Als reiches Kompendium heimatkundlicher, aktueller wie historischer Beiträge geben sie in altbewährter Form Einblick in die Kreis- und Stadtgeschichte.
In diesem Jahr erscheinen die 404 Seiten fassenden Jahrbücher zu ¾ in Farbe. In ihrem ansprechenden Layout zum seit Jahren sagenhaft günstigen Preis von nur 5,- Euro erfreuen sie sich großer Beliebtheit.
Hier einige Eindrücke vom Inhalt:
Archäologische Exkurse - zum beeindruckenden Ringabschnittswall "Auf der Bodemsnück" in der Gemarkung Altenburg oder zu einem ehemaligen Weiherhaus bei Kleinmaischeid - führen weit zurück. Sakrale Kunsteindrücke dürfen nicht fehlen: so aus der frisch restaurierten Isenburger Kirche oder der Verewigung eines Neuwieder Pastors als Apostel im Abendmahl der Weißenthurmer Pfarrkirche. Geheimnisvolles lässt das "Kreuz im Moorbachtal" erahnen, als Grenzstein besonders wichtig war der "Weiße Stein" im Grenzbachtal.
Vorbildlich sind die Investitionen der Ortsgemeinden Vettelschoß und Steimel zur fachgerechten Instandsetzung und Nutzung zweier Kulturdenkmäler.
Monographien sind oft von besonderem Interesse, so auch das wechselvolle Leben des Reichsgrafen Philipp Franz von der Leyen.
Aus Anlass des 650jährigen Stadtjubiläums von Dierdorf wird deren Postgeschichte ausgeleuchtet.
Die Erlebnisse zweier Rüscheider als Soldaten im Zweiten Weltkrieg stehen für das Schicksal vieler ihrer Generation, die Leib und Leben für eine widersinniges Regime aufs Spiel setzen mussten. Die 50er Jahre und das Aufkommen des Fernsehers in heimischen Wohnzimmern wird ebenso exemplarisch erlebbar.
Dass im Rommersdorfer Landschaftspark wahre Exoten die Aufmerksamkeit der Biologen auf sich ziehen, zeigt der Beitrag Volker Bouffiers.
Obgleich sie nur noch wenige kennen, sagen Flurnamen vieles über regionale Geschichte und Geographie: so auch der informative Beitrag über solche aus St. Katharinen.
Hohes ehrenamtliches Engagement wird von den Organisatoren der Bauernmärkte im Kirchspiel Anhausen abverlangt, investieren die Damen des Theaters siebzehn/70 im Puderbacher Land sowie Rosita Sell auf Burg Reichenstein, um nur einige zu nennen.
Zum Stadtbereich Neuwied und den Verbandsgemeinden Rengsdorf und Bad Hönningen
informieren u. a. folgende Beiträge: "Archäologische Spuren der Kelten und Römer unweit des früheren Burghofes und heutigen Restaurants des Golf Clubs Rhein-Wied", "Das Hofgut der Zisterzienserabtei Marienstatt in Hüllenberg", "Vor fünfzig Jahren schloss das Eisenbahnbetriebswerk Engers", "Das fast vergessene Kreuz im Moorbachtal - ein Gedenkstein für die russische Großfürstin Helene Pawlowna", "Bemerkenswerte Gehölze im Landschaftspark der Abtei Rommersdorf", "Schalchs Haus in der Engerser Strasse - Zur Baugeschichte Neuwieds", "Der Neuwieder Pfarrer Johann Jacob Winz (1759-1813)", "Das Neuwieder Gymnasium unter amerikanischer u. französischer Besatzung 1918 - 1924", "Neuwieder als Apostel im Abendmahlfresko der Weißenthurmer Kirche?", "Darüber könnten wir ein ganzes Buch schreiben" - Erlebnisse zweier Rüscheider Soldaten im Zweiten Weltkrieg", "Was hat der Bauernmarkt im Kirchspiel Anhausen mit der Lokalen Agenda 21 zu tun?", "Der 'weiße Stein' - ein bedeutendes Bodendenkmal im Quellgebiet des Grenzbachtals", "Philipp Franz Reichsgraf von der Leyen - Fürst von Napoleons Gnaden" oder "Die Rheinbrohler Bahnhöfe".
Zu den Verbandsgemeinden Linz und Unkel
informieren u. a. folgende Beiträge: "Der Linzer Quartett-Tisch oder Spuren des jungen Beethoven in Linz am Rhein", "Marienkapelle im Hundel in Linz", "Landschaft mit Geschichte: Flurnamen von St. Katharinen", "Der freyadtliche Rittersitz Selbachisch Hoff, heute 'die Burg' genannt, in Leubsdorf am Rhein", "Der Schmitz-Hof in Vettelschoß wird Heimatmuseum", "Achtet auf den Kartoffelkäfer" oder "Basalt vom Asberg".
Zu den Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach
informieren u. a. folgende Beiträge: "Alte Wehranlagen im Kreis Neuwied XXIII. Das ehemalige Weiherhaus bei Kleinmaischeid", "Sakrale Kunst in einer Dorfkirche - St. Katharina zu Isenburg", "Die Otto Wilhelm Straße in Elgert", "Aus der Geschichte der Post in Dierdorf", "450 Jahre Reformation in Puderbach, Niederwambach und Oberdreis", "Die Renovierung des Hauses Neitzert in Steimel, "Das Kräuterweiblein von Reichenstein" oder "Was steckt hinter dem Theater siebzehn/70?"
Zu den Verbandsgemeinden Asbach und Waldbreitbach
informieren u. a. folgende Beiträge: "Archäologische Funde auf der Altenburg (I)", "Alte Asbacher Segens- und Flurkreuze (I)", "Die Gefolgschaft der Grube konsolidierte Louise bei Krautscheid (Teil 1 von 4)", "Neustadts Ehrenmale: Opfer sollen unvergessen bleiben - Mahnung zum Frieden", "Schloss Walburg: Vom Jagdschloss zum Firmensitz" oder "Roßbach von der Frühzeit zur Gegenwart".
Das umfangreiche Heimat-Jahrbuch - mit gut 400 Seiten und zahlreichen größtenteils farbigen Abbildungen - ist eine wichtige Bereicherung für die heimatkundliche Literatur und jedem als Lektüre zu empfehlen.
Landrat Rainer Kaul dankt besonders den Schulen sowie den Schulkindern dafür, dass sie wie in jedem Jahr die Heimat-Jahrbücher zum Verkauf anbieten. Ferner dankt er den Autorinnen, Autoren, Sponsoren und Inserenten ohne deren - teilweise schon über Jahre andauerndes - Mitwirken die Herausgabe des Heimat-Jahrbuchs gar nicht möglich wäre.
Das Buch kann Anfang Oktober wie immer im Buchhandel, im Kreismuseum Neuwied sowie im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Neuwied zu einem moderaten Preis von 5,- Euro erworben werden.
Rückfragen bitte an Kreismuseum Neuwied, Raiffeisenplatz 1a, Tel.: 02631/803-379


