Integration sichtbar machen
Ausländerbeiräte sind ein wichtiges Bindeglied zwischen einheimischer Bevölkerung und den Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund. Mit ihrem Engagement leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Integration. Mittlerweile gibt es im Land 54 Ausländerbeiräte, wobei die Stadt Neuwied bereits 1986 als erste Gebietskörperschaft in Rheinland-Pfalz einen Ausländerbeirat eingerichtet hat. Seit 1994 können die Wahlberechtigten der etwa 12.000 Einwohner des Landkreises Neuwied mit ausländischem Pass ihren Kreisausländerbeirat wählen. Über das Leben der ausländischen Mitbürger soll ab Ende Oktober eine Fotoausstellung in der Kreisverwaltung informieren.
„Wir Ausländerbeiräte setzen uns für ein gutes Miteinander der Kulturen ein, wir möchten mit unseren Aktivitäten für Respekt und Interesse am jeweils Fremden, für Verständnis, Annäherung und Akzeptanz werben“, umschreibt Cecile Kroppach, Vorsitzende des Ausländerbeirates des Landkreises Neuwied die Aufgaben des ehrenamtlich tätigen Gremiums, aus dem die Idee entstand, eine eigene Ausstellung zu konzipieren. Diese wurde mit Unterstützung des Landkreises Neuwied in Kooperation mit dem Neuwieder Kreismedienzentrum vorbereitet. „Jedes Einwanderungsland hat viele Probleme zu lösen, die durch den Zuzug von Menschen aus anderen Kulturkreisen entstehen. In der öffentlichen Diskussion wird meines Erachtens der Fokus sehr stark auf die negativen Entwicklungen gelegt. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir mit dieser Ausstellung auch die positiven Entwicklungen zeigen können“, betont Landrat Rainer Kaul.
Über 160 Fotos wurden von hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern verschiedenster Nationalität zur Verfügung gestellt. Die persönlichen Erinnerungsfotos zeigen nicht nur den steinigen Weg in eine ungewisse Zukunft und neuen Kulturkreis, beispielsweise den Weg von ehemaligen Gastarbeitern zu hier in Neuwied ansässigen Firmen mit Ausschnitten aus dem Arbeitsleben zu Beginn und Jahre später. „Schnappschüsse aus Schulzeit und Wehrdienst im Heimatland, aber auch Erinnerungen an Feste und Feierlichkeiten zeigen keine Parallelwelten, sondern erstaunliche Parallelen im Alltagsleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten“, resümiert Willi Gabrich, Leiter des Kreismedienzentrums die Eindrücke der Projektgruppe bei der Sichtung und Auswahl der Fotos zusammen.
Die Fotos, die bereits in der neuen Heimat entstanden sind, zeigen, dass Einwanderer als Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitschüler, Vereinsmitglieder und Familienangehörige von Einheimischen nicht am Rande der Gesellschaft leben, sondern nicht nur unter uns, sondern auch mit uns.“ so Gabrich weiter. Im Rahmen des gemeinsamen Projektes hat das Kreismedienzentrum die Realisierung mit seinem fachlichen und technischen Know-How die Realisierung der Ausstellung übernommen. Die Ausstellung wird am 23.10.07 in der Kreisverwaltung mit einem Rahmenprogramm durch Landrat Rainer Kaul Kaul eröffnet.


