Frauen machen Kommunen stark
Ob Spielgeräte auf dem Spielplatz, Kindertagesstätten, Bebauungspläne oder Wegebau; eines haben die Themen gemeinsam: sie werden in Gemeinde- bzw. in Stadträten besprochen und entsprechende Beschlüsse werden dort gefasst. Mit vielen Beispielen versuchen die Ortsbürgermeisterinnen Anette Wagner (Dürrholz) Heike Schmitz (Rüscheid) und Margret Wallau (Buchholz) den rund 15 Frauen, die am politischen Frauenfrühstück in Rengsdorf teilnahmen, Lust auf Kommunalpolitik zu machen. Das politische Frühstück war regionaler Auftakt für die Kampagne „Frauen machen Kommunen stark“, die von einem breiten Bündnis, von den politischen Parteien, dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen über die Landfrauen, den Landessportbund, den Landkreis- und Städtetag bis hin zu den Gleichstellungsbeauftragten in Rheinland-Pfalz unterstützt wird.
„Wir arbeiten hier in Stadt und Landkreis Neuwied seit vielen Jahren zum Thema „Frauen in der Kommunalpolitik“, dabei ist es unser Ziel, dass möglichst vielen Frauen sich in den Räten engagieren“, so Doris Eyl-Müller für die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis. „Viele Frauen halten sich etwas zurück, wenn es um die Kommunalpolitik geht, obgleich sie in Elternbeiräten und Vereinen sehr engagiert sind“ so Monika Edling, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Rengsdorf weiter. „Dabei ist es doch so wichtig, dass auch die Sichtweise von Frauen, die zweifelsfrei die Fachfrauen in Sachen Schule, Kindertagesstätten, aber auch Fahrdienste, Einkauf oder Sicherheit für Kinder und ältere Menschen sind, in die Räte einfließt,“ ergänzen Sandra Thannhäuser, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied und Ute Starrmann, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Puderbach.
Mit einem Bildungsprogramm, das von Gemeinderecht über Baurecht hin zu DOPPIK, dem neuen Haushaltsrecht für die Räte, viele Themen abdeckt, unterstützten die Gleichstellungsbeauftragten und die Kreisvolkshochschule Neuwied die Ratsfrauen. „Das alles ist nur sinnvoll, wenn der erste Schritt auch getan wird, nämlich zu kandidieren. Wir können Frauen nur motivieren sich einzubringen, dabei richtet sich natürlich auch der Appell an die politisch Verantwortlichen, die die Listen aufstellen, damit diese sich auch ernsthaft bemühen engagierte Frauen zu finden“, so Simone Kirst von der Kreisvolkshochschule, die seit vielen Jahren die Bildungsarbeit mit den Ratsfrauen unterstützt.
Die anwesenden Frauen zeigten mehr als Interesse. „Nur zu meckern, kann doch nicht sein,“ so eine Teilnehmerin aus Linz „man muss sich auch selbst einbringen und da helfen einem ja Frauen“. Mit diesen Worten machten sich die Teilnehmerinnen auf, um über ein mögliches Einbringen nachzudenken.
Informationen gibt es bei der Kreisvolkshochschule, dem Landfrauenverband und den Gleichstellungsbeauftragten in Stadt und Landkreis.
Informationen zur Landeskampagne: www.mehr-frauen-in-die-politik.rlp.de; Information zur Seminarreihe: Doris Eyl-Müller, Tel.: 0 26 31 - 803 410; Doris.eylmueller@kreis-neuwied.de
Foto:
Die Gleichstellungsbeauftragten Monika Edling (2.v.r.) und Doris Eyl-Müller (links) mit den Bürgermeisterinnen Annette Wagner (rechts), Heike Schmitz (Mitte) und Margret Wallau (2.v.l.).


