Kontaktgruppe für Menschen mit seelischen Problemen in Rheinbrohl feiert zehnjähriges Bestehen
Die Mitglieder der Kontaktgruppe für Menschen mit seelischen Problemen hatten aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens zu einer Feier in das Wohn- und Pflegeheim Arienheller eingeladen. Im Frühjahr 1998 erkannten die niedergelassene Psychiaterin Frau Dr. Birken, der Heimleiter des Wohn- und Pflegeheimes Arienheller, Herr Laubenthal und Herr Heil vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes, dass außerhalb der Stadt Neuwied kein niedrigschwelliges Angebot für Menschen mit psychischen Problemen vorhanden war. Durch Gespräche mit Betroffenen wurde schnell klar, dass in diesem Bereich ein Bedarf bestand. Nachdem verschiedene Rahmenbedingungen geklärt waren, fand am 3. Juni 1998 das erste Gruppentreffen statt.
Das Wohn- und Pflegeheim Arienheller stellt seitdem die Räumlichkeiten zur Verfügung und bietet damit gleichzeitig ein Angebot für Menschen aus Rheinbrohl und Umgebung, die nicht im Heim leben. Die anfängliche Unsicherheit in der Gruppe wich schnell und es entstand ein Klima von Vertrauen und Verständnis füreinander. Es bildete sich ein fester Stamm von Gruppenmitgliedern, neue kamen hinzu, andere gingen wieder, die Besucherzahl blieb jedoch über die Jahre hinweg stabil. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass keine regelmäßige Teilnahme erforderlich ist. Gerne können Interessierte ein Gruppentreffen besuchen. Herr Heil, der die Gruppe seit Beginn moderiert: „Die Gesprächsthemen der Gruppentreffen sind sehr vielfältig. Es geht um Probleme und Sorgen, psychische Erkrankungen, Behandlungsmethoden, aber genauso auch um ganz alltägliche Dinge. Die Gruppe entscheidet worüber gesprochen wird, es geht also nicht immer um Krankheiten“.
Eine Vorgabe besteht allerdings. Alles was in der Gruppe besprochen wird, bleibt dort, nichts wird nach außen getragen, Verschwiegenheit ist Pflicht. Im Laufe der Jahre haben sich auch Kontakte außerhalb der vierzehntägigen Gruppentreffen entwickelt. Gruppenmitglieder telefonieren miteinander, oder man trifft sich z.B. zu gemeinsamen Spaziergängen. Interessierte sind zum Besuch der Gruppe herzlich eingeladen.
Für das Jubiläum wurde ein neues Informationsfaltblatt erstellt, welches Interessierten kostenlos zugeschickt wird. Weitere Informationen, Thomas Heil, Sozialpsychiatrischen Dienst der Kreisverwaltung, Tel.: 02631/803-721.
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Gemeinsam mit Gruppenmitgliedern feierten das Jubiläum (v.r.): Verbandsbürgermeister Michael Mahlert, Heimleiter Hans-Joachim Laubenthal, die Leiterin des Gesundheitsamtes Beate Kölb, Thomas Heil vom Sozialpsychiatrischen Dienst (7.v.r.) und Psychiatriekoordinator Dr. Ulrich Kettler (2.v.l.).


