Naturkundliche Wanderung auf dem Rheinsteig durch das Netzwerk Naturschutz Neuwied
Rund. 30 Interessierte wanderten auf Einladung des Netzwerkes Naturschutz Neuwied unter fachkundiger Leitung von Günter Hahn, Biotopbetreuer des Landkreises Neuwied auf dem Rheinsteig von Hüllenberg nach Leutesdorf. Am Anfang erläuterte Hahn die besonderen Kriterien eines Steiges. Nicht Fußgängerautobahnen sondern schmale Pfade auf natürlichen Untergrund führen die Menschen durch die Natur.
Das Hochplateau bei Hüllenberg mit seiner großflächigen landwirtschaftlichen Nutzung ist Lebensraum des Schwarz- und Rotmilans, die die Aufwinde an dem Plateau lieben und gerne auf den freien Feldern jagen. Die Hangkante bietet eine großartige Aussicht auf das Rheintal und die Andernacher Stadtkulisse.
Am eigentlichen Rheinhang hörte man verschiedene Singvögel. Aber auch das Versteck des Ameisenlöwes konnte in den Trockenmauern gefunden werden. Der Temperaturunterschied war enorm. Hahn erläuterte die große Bedeutung des Weinbaus und der traditionellen Streuobstwiesen und Halbtrockenrasen zur Offenhaltung der Hänge. Nur durch die Offenhaltung erwärmen sich die Schieferböden besonders stark und bieten die einmaligen Standortvoraussetzungen für wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten. Wanderfalke, Zippammer und Ödlandschrecke lieben die offenen Schutthalden oberhalb von Leutesdorf. Herr Hahn gab hier zum Schluss einen besonderen Tipp: an Winterabenden kann der Uhu bei der Balz und beim Jagen beobachtet werden.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass diese naturkundlichen Wanderungen nochmals den Blick auf die Landschaft vor unserer Haustüre erweitern und regelmäßig angeboten werden sollten. Gerade auch für Kinder wären sie ein wichtiger Baustein, um ihre Heimat zu erleben und schätzen zu lernen.
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Günter Hahn (1.von links) Biotopbetreuer des Landkreises Neuwied erläutert den interessierten Wanderern auf dem Rheinsteig die naturkundlichen Besonderheiten zwischen Neuwied-Hüllenberg und Leutesdorf


