Das Netzwerk Naturschutz Neuwied (NNN)

12. Juli - gemeinsame Aktion im Kreis Neuwied

 

Die Naturschutzaufgaben in den Verbandsgemeinden sind vielfältig: Von der Biotoppflege durch Mahd und Freihalten von Flächen, über Bachpatenschaften, Neupflanzung und Pflege von Streuobstbeständen bis hin zum Schutz einzelner gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gibt es für engagierte Naturliebhaber viel zu tun. Die meisten Umweltschützer sind in Vereinen organisiert. Fünfzehn  Vereine und Gruppen haben sich im Kreis Neuwied zum NNN, dem Netzwerk Naturschutz Neuwied, zusammengeschlossen (u.a. die NABU Gruppen im Kreis Neuwied, ANUAL Asbach und viele lokal aktive Gruppen). Dieses ist wiederum eine Arbeitsgruppe des Agenda-Rings Rhein-Westerwald, der Lokalen Agenda 21 in Stadt und Kreis Neuwied.


 

Das NNN setzt sich für den gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch der Naturschutzgruppen im Kreis Neuwied untereinander ein, um die Naturschutzarbeit über Vernetzung und Synergien effektiver zu gestalten.

Außerdem will es die Öffentlichkeit über Veranstaltungen und Maßnahmen des ehrenamtlichen Naturschutzes im Landkreis Neuwied informieren, um so neue Mitstreiter zu gewinnen.

Die Vertreterinnen und Vertreter sehen sich in der Regel zwei- bis viermal pro Jahr, um gemeinsame Projekte abzustimmen und zu organisieren.

Diese Treffen werden durch Vorträge und Exkursionen zu interessanten Naturschutzprojekten ergänzt.

In diesem Jahr wird das Augenmerk auf bestimmte, sich übermäßig ausbreitende neueingebürgerte Pflanzenarten, die sogenannten Neophyten, gelegt. Zu ihnen zählen der giftige Riesenbärenklau, der Japanische Knöterich und das Indische Springkraut. Über große Flächen verdrängen diese Arten vor allem entlang von Bachläufen die natürliche Vegetation und schädigen die Stabilität der Ufer. Diese Arten wieder völlig verschwinden zu lassen ist mittlerweile unmöglich geworden, jedoch will das NNN versuchen, besonders wertvolle Biotope oder bisher noch freie Bachläufe vor dem Festsetzen dieser Einwanderer zu schützen. Zunächst werden auch mithilfe der Forstämter die Vorkommen erfasst, um dann zu pflegende Flächen auszuwählen und die Maßnahmen zu koordinieren. Ein beim ANUAL Asbach bewährtes Modell sieht vor, daraufhin Patenschaften für die Bereiche zu vergeben, um die notwendige regelmäßige Pflege zu gewährleisten.

 

Weitere Helfer für diese Arbeiten sind sehr willkommen.

Wer die Hintergründe und notwendigen Schritte erst einmal kennenlernen möchte, kann am Samstag, dem 12. Juli, von 9:00-12:00 Uhr zum NNN stoßen.

In einem ersten gemeinsamen Einsatz soll im oberen Fockenbachtal unterhalb Straßenhaus das Indische Springkraut eingedämmt werden. Der beschilderte Treffpunkt ist über Niederhonnefeld an der Kläranlage im Fockenbachtal zu erreichen. Bitte Gummistiefel, Handschuhe und lange Bekleidung mitbringen. Auch Kinder können gerne helfen.

 

Information zum NNN: Simone Brietzke, Anhausen, Tel. 02639-961963; kontakt@agenda-ring.de  und unter www.netzwerk-naturschutz-neuwied.de oder Peter und  Lucia Preilowski, Tel.: 02634-3206