Frauenorganisationen überreichen Kreiswahlleiter Broschüre zur Kampagne „Frauen machen Kommunen stark“

 

Kreisvolkshochschule, Landfrauenverband Kreis Neuwied und die Gleichstellungsbeauftragten in Stadt und Landkreis Neuwied überreichten Landrat Rainer Kaul, der als Kreiswahlleiter die Kommunalwahl 2009 durchzuführen hat, eine Broschüre, die dokumentiert wie wichtig das Engagement von Frauen in der Kommunalpolitik ist. „Die Broschüre zeigt zwei Dinge: erstens die Wichtigkeit von Kommunalpolitik, denn ob Kindertagesstätten, Schulbus, Bebauungsplan, Anliegerstrassen oder Müll- oder Wassergebühr, dies sind alles Angelegenheiten die Gemeinderäte, Verbandsgemeinderäte oder der Kreistag entscheiden“, so Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. „Als zweites wird sichtbar, dass in vielen Gremien Frauen  fehlen: „Der Unkeler Verbandsgemeinderat besteht aus fast 30%  Frauen, in Linz sind es mal eben 16%“, ergänzt Simone Kirst von der Kreisvolkshochschule, die seit vielen Jahren gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten Seminare für Ratsfrauen anbietet.

(v. links) Landrat Kaul erhält die Broschüre von Susanne Christ (VG Asbach), Monika Edling (VG Rengsdorf), Doris Eyl-Müller (Landkreis), Astrid Thol (VG Linz), Sandra Thannhäuser (Stadt Neuwied), Ute Starrmann (VG Puderbach) und Simone Kirst (Kreisvolkshochschule)

 

„Wir sind davon überzeugt, dass Räte möglichst repräsentativ zusammengesetzt sein sollten, erst dann fließen auch die verschiedenen Sichtweisen in die Entscheidungen ein und erhalten eine hohe Akzeptanz. Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ob alt oder jung, ob Arbeitnehmer oder Freiberuflerin bringt seine Erfahrungen in die Ratsarbeit ein, davon kann die kommunalpolitische Arbeit nur profitieren“, fasst Sandra Thannhäuser das Anliegen der Frauen zusammen.

 

Die Gleichstellungsbeauftragten und ihre Mitstreiterinnen richten den dringenden Appell an alle, die für die Aufstellung der Listen verantwortlich sind, auch darauf zu achten, dass Frauen auf aussichtsreiche Plätzen abgesichert werden, damit die Zeit der frauenfreien Räte, wie in Hammerstein, Marienhausen, Ratzert und Woldert vorbei ist. Dies Anliegen unterstützt auch Landrat Rainer Kaul: „Dass es auch anders geht, zeigt die Gemeinde Buchholz, hier stimmt die Quote im Rat und die Gemeinde wird von einer Frau geführt“. Zustimmung erhält er auch von den örtlichen Landfrauen. „Als Interessenvertretung von Frauen im ländlichen Raum ist es auch für uns selbstverständlich, dass wir die Landeskampagne „Frauen machen Kommunen stark“ und die Aktionen vor ort unterstützen“, so Hella Holschbach, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Neuwied, „Bei den Kommunalwahlen habe wir drei Ziele vor Augen“, so die Gleichstellungsbeauftragten „ An die Listenverantwortlichen möchten wir appellieren potenzielle Kandidatinnen zu suchen und diese auf den Listen gut abzusichern, die Frauen wollen wir ermutigen zu kandidieren und an die Wähler und Wählerinnen gerichtet den Wunsch, dass Kompetenzbeweis und Vertrauen die Hand in der Wahlurne führen. Wenn dieses erfüllt wird, werden in den nächsten Räten mehr Frauen sitzen, dass wir an Kommunalpolitik Interessierte Frauen weiterhelfen versteht sich von selbst“, so Sandra Thannhäuser.

 

Die Broschüre ist bei den Gleichstellungsbeauftragten, der Kreisvolkshochschule und dem Landfrauenverband erhältlich.

 

Doris Eyl-Müller, Tel.: 0 26 31 – 803 410, E-Mail: doris.eylmueller@kreis-neuwied.de

Sandra Thannhäsuer, Tel.: 0 26 31 – 802 234, E-Mail: frauenbuero@Neuwied.de

Informationen zur Landeskampagne: www.mehr-frauen-in-die-politik.rlp.de

 

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(v. links) Landrat Kaul erhält die Broschüre von Susanne Christ (VG Asbach), Monika Edling (VG Rengsdorf), Doris Eyl-Müller (Landkreis), Astrid Thol (VG Linz), Sandra Thannhäuser (Stadt Neuwied), Ute Starrmann (VG Puderbach) und Simone Kirst (Kreisvolkshochschule)