Frauengeschichten - Eine Spurensuche entlang der Wied

 

In der kleinen Wiedtalgemeinde Datzeroth herrschte Hochbetrieb. Landrat Rainer Kaul hatte zur Präsentation des Buches „Frauengeschichten - Eine Spurensuche entlang der Wied - ins Hotel zur Post in Datzeroth eingeladen. Aus gutem Grund: Denn die Inhaberin Gerda Meckel ist mit ihrem traditionsreichen Gasthof und ihrer Bedeutung für den kleinen Ort selbst im Buch beschrieben. Landrat Rainer Kaul fand für die Frauen des Gymnastikklubs Datzeroth, die zum diesem Anlass extra Kuchen gebacken hatten und auch bei der Bewirtung der Gäste aus Neuwied und dem Wiedtal halfen, besondere anerkennende Worte: „Hier spürt man die Verbundenheit zu „Gerda“, Ihrem Dorfmittelpunkt und die gut funktionierende Dorfgemeinschaft“. Von den Recherchen der 13 Autorinnen und Autoren zeigte sich Landrat Kaul beeindruckt: „Sie haben mit viel Engagement Heimatforschung betrieben und Erstaunliches zutage befördert und ich möchte auch Angehörigen und Zeitzeugen besonderen Dank aussprechen. Mit ihren Erinnerungen, mit Dokumenten und tollen historischen Photos haben Sie mitgeholfen, die Erinnerung an besondere Frauen lebendig werden zu lassen und wach zu halten.“

Bild: Die Autorinnen und Autoren Hermann-Joseph Löhr, Marlene Scharenberg, Anita Trostel, Veronika Hartmann, Gisela Hermes, Marlies Engels, Hans-Joachim Röder, Gretel Dames, Agnes Hardt, Doris Eyl-Müller und Andrea Oosterdyk (es fehlen Heribert Frieling und Renate Liessem) trafen sich mit Gästen zur Buchpräsentation.

 

Die von den Autorinnen und Autoren verlesenen Kostproben zeigten, wie erfolgreich die Spurensuche war. Zutage befördert wurden sehr unterschiedliche Frauenpersönlichkeiten wie u.a. die Lehrerinnen Maria Engelhardt aus Hausen und die etwas schrullige Veiths Thresje aus Niederbieber. Auch Hebammen waren in ihren Bezirken Respektspersonen und hoch angesehen. So wird von „Didzjes –Möhn“- Christine Zimmermann aus Waldbreitbach sowie ihrer Namensvetterin Gertrud aus Niederbreitbach berichtet. Geschäftsfrauen wie Alma Boden aus Hausen, Ordensfrauen wie die selig gesprochene Mutter Rosa und vielen Waldbreitbachern bekannte Schwester Eliane runden das Bild ab. Von der Irlicher Homöopathin Wilhelmine Lanzendörfer wird berichtet und von adligen Damen wie Mechthild von Sayn und Fürstin Pauline zu Wied. „Scharenbergs Marie“, eine resolute Mutter einer Großfamilie ist ein Beispiel für ein bescheidenes Auskommen trotz harter Arbeit in der Nebenerwerbslandwirtschaft im ländlichen Raum. Frauen mit einem außergewöhnlichen Engagement wie Simone Hardt und Roswitha Weiler aus Niederbreitbach oder der Neustädterin Christel Weber werden ebenfalls gewürdigt.

 

Seinen Anfang nahm das Buchprojekt in einer gemeinsamen Ausstellung im Sommer 2006 von Katholischer Frauengemeinschaft,  den Volkshochschulen von Kreis und Stadt Neuwied, den Gleichstellungsbeauftragten, der Kreisverwaltung und dem Bildungshaus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen zu „Frauen gestalten Frauengestalten“.  Seitens der Kreisverwaltung Neuwied haben Ehrenamtsbeauftragte Andrea Oosterdyk und Gleichstellungsbeauftragte Doris Eyl-Müller das Buchprojekt entwickelt und begleitet.

 

Das Buch ist ab sofort im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Neuwied und im Touristikbüro in Waldbreitbach zu einem Preis von 10 Euro erhältlich.

 

Bild:

Die Autorinnen und Autoren Hermann-Joseph Löhr, Marlene Scharenberg, Anita Trostel, Veronika Hartmann, Gisela Hermes, Marlies Engels, Hans-Joachim Röder, Gretel Dames, Agnes Hardt, Doris Eyl-Müller und Andrea Oosterdyk (es fehlen Heribert Frieling und Renate Liessem) trafen sich mit Gästen zur Buchpräsentation.