Land fördert Weiterentwicklung der MBA

 

Bei der geplanten Weiterentwicklung der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Linkenbach zu einer Wertstofffabrik kann sich die Abfallwirtschaft im Landkreis Neuwied über die Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz freuen. Der Landkreis Neuwied hat den renommierten Abfallexperten Prof. Dr. Klaus Wiemer vom Witzenhausen-Institut gewinnen können, um konkrete Umsetzungsvorschläge zu entwickeln. Ministerialdirigent Dr. Jung vom Mainzer Umweltministerium übergab jetzt einen entsprechenden Bewilligungsbescheid an den zuständigen Dezernenten und Kreisbeigeordneten Dr. Scheid.

Bild von rechts: Dr. Gottfried Jung, Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Mainz, Dr. Heinz-Jürgen Scheid, Kreisbeigeordneter und Prof. Dr. Klaus Wiemer vom Witzenhausen-Institut.

 „Dieses Vorhaben, möglichst viel an Wertstoffen aus dem Restabfall stofflich oder zur Energieerzeugung zu nutzen, kann gerade mit Blick auf den Klimaschutz landes- wenn nicht sogar bundesweiten Pilotcharakter entwickeln,“ betont Dr. Jung. Von daher könne der Landkreis Neuwied mit der Unterstützung des Landes und insbesondere von Umweltministerin Margit Conrad rechnen.

Dr. Scheid dankte Dr. Jung für die großzügige Förderung. Immerhin übernimmt das Land mit rd. 41.000 Euro die Hälfte der Projektkosten für die Studie des Witzenhausen-Instituts. „Wir sind damit auf einem guten und zukunftsorientierten Weg für die mittelfristige Weiterentwicklung der MBA Linkenbach,“ so Dr. Scheid. „Unser Ziel ist es, ein zukunftsweisendes Konzept für die Stoffströme zu erarbeiten,  um so dem Gedanken einer nachhaltigen Nutzung der Restabfälle als Wertstoff Rechnung zu tragen. Letzten Endes soll damit die biologische Behandlung in der jetzigen Form überflüssig gemacht werden, so dass wir die Geruchsproblematik an der Wurzel beseitigen werden.“ Die Studie mit umsetzungsorientierten Vorschlägen soll bereits bis zum Jahresende vorliegen.

 

Bild von rechts: Dr. Gottfried Jung, Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Mainz, Dr. Heinz-Jürgen Scheid, Kreisbeigeordneter und Prof. Dr. Klaus Wiemer vom Witzenhausen-Institut.