„Netzwerk gegen Gewalt“ plant vielfältige Aktionen im Herbst

 

Kultur, Aktion und Information sind die Elemente der diesjährigen Veranstaltungen des Netzwerkes gegen Gewalt, die im November in Neuwied stattfinden. Im Netzwerk gegen Gewalt haben sich der Weiße Ring, die Frauenbildungsstätte UTAMARA, der Frauennotruf Lichtblick, der Verein Trotzdem, die Beratungsstellen des Diakonischen Werkes, des Bistums Triers und Caritas, die Katholische Frauengemeinschaft und Evangelische Frauenhilfe sowie die Polizeidirektion Neuwied und die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis und in der Stadt zusammengeschlossen, um über das Thema zu informieren.

 

Die Aktionen beginnen am 21. November mit einem Informationsstand in der Neuwieder Innenstadt, am 26. November folgt eine Fachtagung mit dem Titel: „Resilienz- Widerstand und Lebensmut in Krisen“, bei der die Dipl. Psychologin Barbara Schickentanz über die Möglichkeiten referiert, wie Kinder psychisch Gewalterfahrungen innerhalb der Familie überstehen und wie die Widerstandskraft der Betroffenen befördert werden kann. Im Anschluss an die Fachtagung wird die Ausstellung „“Bilder gegen das Schweigen“ von der Künstlerin Helga Bode in der Kreisverwaltung eröffnet. „Es ist unser Anliegen, dass Gewalt keinerlei Toleranz mehr in der Gesellschaft erfährt“, so Maria Obermann von der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) und Mitinitiatorin des Netzwerkes, dass nun schon im dritten Jahr Aktionen zum Tag gegen Gewalt in Neuwied organisiert. „Der 25. November ist ein Gedenktag an drei Schwestern die 1960 in der Dominikanischen Republik monatelang gefoltert wurden und schließlich starben. Dieser Tag wurde von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen“ deklariert und soll auch in Neuwied auf das Problem der Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen“, so Maria Obermann weiter. Wie groß das Problem der Gewalt gegen Frauen – insbesondere innerhalb enger sozialer Beziehungen ist, macht die Eröffnung der Interventionsstelle in Neuwied deutlich. Diese nimmt im September ihre Arbeit auf und soll Opfern von häuslicher Gewalt im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes helfen die Gewaltspirale zu verlassen.

 

Informationen zur den Aktionen gibt es bei: Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied, Tel.: 0 26 31 – 803 410; doris.eylmueller@kreis-neuwied.de