Die Naturschutzbehörde lässt Kulturlandschaft pflegen
Das Problem ist landesweit bekannt: Kulturlandschaft fällt brach, verbuscht und wird dann zu Wald. Besonders in den Steillagen am Rhein werden stillgelegte Weinberge zu einem Problem. Dies betrifft nicht nur die Winzer, die in der Nachbarschaft ihre Weinberge in der Nutzung haben, sondern auch den Artenschutz. Trockene Steillagen stellen für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten einen besonderen Lebensraum dar. Diese sonnenexponierten Standorte eignen sich nicht nur für Weinbau. Spezielle Pflanzen, Insekten, Vögel und Reptilien wissen sie zu schätzen und kommen nur dort vor. Verbuscht eine solche Fläche, gehen diese Arten verloren. Aber auch das Gesicht unserer Landschaft, das besonders durch den Weinbau geprägt ist, verliert seinen Charakter und damit seine Anziehungskraft.
Besonders unter dem touristischen Aspekt ist es daher von überregionalem Interesse, wenn der Tendenz der Verbrachung von Steillagen Einhalt geboten wird. Die untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Neuwied zeigt in Kooperation mit der Firma AHR aus Oberdürenbach in der Eifel nun eine sehr effiziente Arbeitsmethode, um brachgefallene Steillagen von unerwünschtem Bewuchs zu befreien. Mit einem Pistenbulli, der ansonsten in Skigebieten benutzt wird, um Skipisten herzustellen, wir am Mittwoch, dem 12. November ab 13:30 Uhr die Arbeitsweise dieses Spezialgerätes in Leutesdorf vorgeführt. Interessenten aus Weinbau, Land- und Forstwirtschaft sind hierzu herzlich eingeladen. Treffpunkt ist die alte Umspannanlage am Neuen Weg. Weitere Informationen erteilt Hans-Peter Job unter der Tel.-Nr. 02631- 803382.

