Pflegekräfte aus Alten- und Pflegeheimen des Kreises Neuwied trafen sich zu einer Fortbildung des Gesundheitsamtes Neuwied zum Thema „Methicillin-Resistenter Staphylokokkus Aureus“ (MRSA).

 

Mit der stetig steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Zahl von Personen mit chronischen Krankheiten, Abwehrschwäche und Pflegebedürftigkeit zu. Mit der zunehmenden Verlagerung der medizinischen Versorgung aus Krankenhäusern in den Bereich der externen Betreuung können sich daher auch in Alten- und Pflegeheimen Infektionsrisiken ergeben. Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zur Reduzierung derartiger Risiken entsprechen der Forderung der WHO nach Lebensqualität im Alter. Ein betreuter Wohnbereich, ein Alten-, aber auch ein Pflegeheim stellt den häuslichen Lebensraum für den betroffenen älteren Menschen dar. Daher muss, anders als im Krankenhaus, die Verhältnismäßigkeit der Schutzmaßnahmen differenziert und situationsabhängig abgewogen werden. Um die Weiterverbreitung von Erregern zu vermeiden, muss jedes Alten- und Pflegeheim einen Hygieneplan erstellen, in dem die erforderlichen Maßnahmen festgelegt sind.


 

Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung des Gesundheitsamtes Neuwied „MRSA Basiswissen auffrischen und vertiefen“ ließen sich die Pflegekräfte mit aktuellen Informationen zur Einhaltung von Hygiene-Standards, Übertragungswegen und Schutzmaßnahmen in der Pflege versorgen. Hygienefachkraft Bärbel Jungbluth (links) hatte neben einem Fachvortrag über MRSA auch zahlreiche praktische Anwendungen vorbereitet, mit denen die Seminarteilnehmer üben konnten.