Netzwerk Demenz im Kreis Neuwied gegründet - Landkreis unterstützt Verbesserung der Versorgung
Bereits seit mehreren Jahren arbeitet unter Leitung der Kreisverwaltung der sogenannte Arbeitskreis Gerontopsychiatrie. Aus diesem Arbeitskreis hat sich nun das Netzwerk Demenz und psychische Erkrankungen im Alter im Landkreis Neuwied gegründet. Kreisbeigeordneter Hans-Werner Neitzert führt bei der Gründungsversammlung im Neuwieder Kreishaus aus, dass angesichts der prognostizierten Altersentwicklung in der Bevölkerung davon auszugehen sei, dass die Zahl demenzerkrankter alter Menschen im Landkreis weiter ansteigen wird. Ziel sei es daher, dass durch die Arbeit des Netzwerkes die Zusammenarbeit zwischen Diensten und Einrichtungen verbessert sowie die Information und Beratung von Betroffenen und Angehörigen intensiviert wird.
Unter Leitung von Psychiatriekoordinator Dr. Ulrich Kettler wird das Netzwerk zukünftig arbeiten. Im Netzwerk sind alle wichtigen Akteure im Landkreis vertreten: die ambulanten Pflegedienste und stationäre Altenhilfeeinrichtungen, die Beratungs- und Koordinierungsstellen, die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) sowie das Psychiatrische Fachkrankenhaus in Waldbreitbach, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, Angehörigengruppen und Initiativen, die Heimaufsicht und das Mehrgenerationenhaus. Auch die Zusammenarbeit mit Hausärzten soll weiter intensiviert werden. Ziel der Arbeit des Netzwerkes ist die gegenseitige Information und Kooperation, die Verbesserung der Information von Betroffenen, Angehörigen, Freunden und Interessierten, die Erarbeitung von Informationsmaterialien, die Schaffung neuer Hilfsangebote sowie die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Grundlage der Arbeit bilden die im Landkreis Neuwied durchgeführten Gesundheitskonferenzen, die Demenzkampagne des Landes Rheinland-Pfalz sowie die Zusammenarbeit mit der Regionalen Pflegekonferenz.
Bei der Gründungsversammlung war Ingeborg Germann, Projektleiterin der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V., zu Gast. Sie unterstrich die hohe Bedeutung von Netzwerken, die im Sinne der Betroffenen und Angehörigen arbeiten. Als besonders wichtig sieht Sie die Information über die Krankheitsbilder sowie mögliche Therapieformen an. Darüber hinaus sind für Interessierte schriftliche Informationsmaterialien, Informationen im Internet sowie Informationsveranstaltungen anzubieten. Hier wird nach Ihrer Einschätzung im Landkreis Neuwied bereits seit längerem erfolgreich gearbeitet.
Über die Arbeit des Netzwerkes wurde ein Informationsfaltblatt erstellt, welches über die Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied angefordert werden kann. Info: Psychiatriekoordinationsstele, Tel. 0 26 31 / 803-732 oder -722. E-Mail: Ulrich.Kettler@Kreis-Neuwied.de.


