Spende statt Weihnachtspost - Landrat Kaul unterstützt Selbsthilfegruppenarbeit

 

Auch in diesem Jahr verzichtet Landrat Rainer Kaul wieder auf die Versendung von Weihnachtsgrüßen und spendet die eingesparten Kosten einem guten Zweck. „Mir liegt die Selbsthilfe sehr am Herzen und ich möchte auf diesem Wege besonders den Mitgliedern der Selbsthilfegruppen im Kreis Neuwied meinen Dank und die gute Wünsche für das neue Jahr übermitteln“, erläutert Landrat Rainer Kaul seine Entscheidung, die Spende in diesem Jahr dem Verein zu Förderung der Selbsthilfegruppen zukommen zu lassen. Doris Twesten (rechts) und Petra Grabis (2.v.r.) vom Vorstand sowie Carmen Haubrich mit Tochter Victoria von der Selbsthilfegruppe Alleinerziehender nahmen die Spende dankend entgegen.

Bild: Doris Twesten (rechts) und Petra Grabis (2.v.r.) vom Vorstand sowie Carmen Haubrich mit Tochter Victoria von der Selbsthilfegruppe Alleinerziehender nahmen die Spende dankend entgegen.

 

„Ich bin sehr beeindruckt, dass sich hier im Landkreis Neuwied mittlerweile 94 Selbsthilfegruppen – das sind doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren – aus den Bereichen Sucht, Chronische Erkrankungen, Behinderungen, Soziale Probleme und Psychische Erkrankungen gegründet haben, um nur einige aus dem großen Spektrum herauszugreifen, welche sich regelmäßig treffen. Dazu bilden sich immer wieder neue Gruppen. Dies zeigt, wie wichtig  Selbsthilfegruppen für die Menschen sind, die sich in einer besonderen Lebenssituation befinden oder die mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung leben müssen,“ erläutert Landrat  Rainer Kaul. „Ich möchte mich daher nicht nur bei den Mitgliedern des Fördervereins für ihre gute Arbeit bedanken, sondern allen Mitgliedern unserer Selbsthilfegruppen, die mit ihrem Sachverstand und Beistand anderen Betroffenen helfen, mit ihrer speziellen Situation bestmöglich umzugehen. Die Scheckübergabe war daher ein guter Anlass, Landrat Kaul über die positive Entwicklung der Vereins- und Selbsthilfegruppenarbeit zu informieren. Mit dem Dank – auch an alle, die Selbsthilfegruppen durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten unterstützen – verband der Landrat gleichzeitig den Appell, dass beispielsweise auch Gemeinden prüfen sollten, ob nicht noch mehr Räume wie Bürgerhäuser zur Verfügung gestellt werden könnten.

 

„Das Geld ist gut angelegt, denn die Spende kommt unmittelbar Projekten, Kooperations- oder Weiterbildungsveranstaltungen mit den Selbsthilfegruppen zugute,“ bedankte sich die Vorsitzende des Fördervereins, Petra Grabis und unterstrich wie Landrat Kaul die Bedeutung dieser besonderen Form des freiwilligen Engagements. „Selbsthilfe stabilisiert und stützt, aktiviert und integriert, entlastet und entwickelt Perspektiven“, fasste Grabis die nachhaltige Wirkung von Selbsthilfe nicht nur in bezug auf die Betroffenen, sondern auch auf das Umfeld, zusammen.

 

Wer sich über die Arbeit der Selbsthilfegruppen informieren oder sich selbst dort engaieren möchte, kann sich an Petra Grabis, Tel. 02631-803797, email: nekis.caritas@kreis-neuwied.de wenden; Internet: www.beratung-neuwied.de.