„STOPP - wir übernehmen Verantwortung“ lautet das Motto der Kampagne des AK Suchtprävention gegen den Alkoholkonsum Minderjähriger
STOPP - kein Alkohol an Minderjährige - Kampagne des Arbeitskreises Suchtprävention Neuwied spricht Gastronomie und Gewerbe an
Wenn es um das Thema Alkoholkonsum und Jugendliche geht, sind Themen wie flatrate Partys und Koma- saufen immer wieder aktuelle Schlagworte. Aber nicht nur Jugendliche, auch Kinder sind bereits von der Problematik betroffen und so ist das Thema immer wieder in der öffentlichen Diskussion.
Mit der Kampagne „STOPP“ werden nun in Stadt und Kreis Neuwied insbesondere Gewerbetreibende, Gastronomie, Tankstellen- und Kioskbesitzer angesprochen, um das Problem „bei der Wurzel“ zu packen. Der Arbeitskreis Suchtprävention von Stadt und Kreis Neuwied richtet sich gezielt an die Gewerbebereiche, die auch für die Jugendlichen interessant sind, um sich alkoholische Getränke zu beschaffen. Und in einem ersten Schritt haben sich 9 Gewerbetreibende bereit erklärt, sich aktiv zu beteiligen und das „STOPP“ Projekt zu unterstützen. „Ziel ist es, die Gewerbetreibenden stärker für das Jugendschutzgesetz und dessen Vorgaben zu sensibilisieren“, so Wolfgang Hartmann vom städtischen Amt für Jugend & Soziales, „denn gerade die Schlupflöcher und Tricks der Jugendlichen gilt es entgegenzutreten.“
So haben die Jugendämter von Stadt und Kreis und die Suchtprävention des Caritasverbandes Neuwied ein Informationspaket geschnürt, welches für eine länger angelegte Aktion gedacht ist. Mit Faltblatt, Plakaten, „STOPP“ Taschenkarten für Minderjährige und weiteren Info-Veranstaltungen sollen sich noch mehr Gewerbetreibende an der Kampagne beteiligen.
„Es ist sehr erfreulich, dass sich spontan so viele bereit erklärt haben uns zu unterstützen“, so Volker Frohneberg, Leiter des Kreisjugendamtes. Das Informationsmaterial ist optisch gelungen und ansprechend. Die STOPP Plakate in rot-grün machen bereits im Außenbereich der Gastronomie, Kioske und Märkte und beim Betreten der Tankstelle eindeutig klar um was es geht: „Wir verkaufen keinen Alkohol an unter 16 jährige und keine branntweinhaltigen Getränke an unter 18 jährige“.
„Die Flyer und die STOPP Handzettel, die die teilnehmenden Gewerbertreibenden erhalten, wurden gemeinsam mit dem Arbeitslosenprojekt „Quinte“ erstellt“, so Lisa Seibert-Atkins Präventionsfachkraft der Caritas, „eine gelungene Kooperation.“
Auch Simone Henrich vom Kreisjugendamt und Horst - Peter Robiller vom städtischen Kinder- u. Jugendbüro sind sich einig:“ Die Vertreiber von Sucht- und Genussmitteln haben eine Verantwortung gegenüber den Jugendlichen. Und beim Verkauf von Alkohol muss einfach hingesehen und Minderjährigen ein eindeutiges STOPP erteilt werden.“
In der Stadt beteiligen sich die Gaststätten „Americans“ und „Filou“, der Lotto Kiosk Hermannstrasse, und die ED Tankstelle Engerser Landstraße. Im Kreis machen der REWE Markt Waldbreitbach, das VORTEILCENTER (Unkel, Asbach), der EDEKA -Markt und der „Dursty“ Getränkemarkt in Puderbach sowie die ARAL Tankstelle in Dierdorf mit.
Diese erste Resonanz stimmt die Beteiligten optimistisch, und das das Bewusstsein für die schädlichen Folgen des Alkoholkonsums zunimmt, hoffen auch die Gewerbetreibenden.
Als ein weiterer Baustein der Jugendschutzkampagne „Stopp“ findet am 19.11.2008 um 19.30 Uhr im Friedrich-Spee-Haus in Neuwied eine Informationsveranstaltung zum Thema „Jugendliche und Alkohol - Irgendwann ist der Spass vorbei“ für Eltern, Lehrer, Mitarbeiter der Jugendarbeit und Gewerbetreibende statt.
Mehr Informationen gibt es über die Koordinierungsstelle des Arbeitskreises Suchtprävention, Simone Henrich 02631-803-442.


