Frauen bestimmt!
Frauen bestimmt! War das Motto des diesjährigen Internationalen Frauentages, der auf Schloss Monrepos von über 100 Frauen gefeiert wurde. Ein aktueller Slogan, denn im Superwahljahr, mit Kommunal- und Europawahlen im Frühsommer, und Bundestagswahlen im Herbst, können Frauen bestimmen. Dass dies nicht immer so war, dokumentierte eine sog. Zeitreise. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neuwied, Sandra Thannhäuser und die Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) nahmen die Anwesenden mit in die Römerzeit, das Mittelalter, die Jahrhundertwende und die Nachkriegszeit. Die „Modenschau“ der kfd verdeutlichte, dass Kleidung auch immer Ausdruck sozialer Stellung war. Jedoch unabhängig vom jeweiligen sozialen Status waren Frauen, selbst wenn sie gesamtgesellschaftlich privilegiert waren, diskriminiert.
Dass sich die Dinge zwar zum Guten wandelten, aber einige Themen immer noch auf der politischen Agenda stehen, verdeutlichte Gaby Weber vom Deutschen Gewerkschaftsbund, der traditionsgemäß die Federführung bei der Vorbereitung des Tages übernimmt. „Schon immer stehen finanzielle Eigenständigkeit und Mitbestimmung im Mittelpunkt frauenpolitischer Forderungen“, so Gaby Weber bei der Begrüßung.
Dem Veranstaltungsort entsprechend nahm die Zeitreise ihren Anfang jedoch in der Steinzeit. Dr. Daniela Holst vom Museum Schloß Monrepos schilderte anschaulich, dass unsere Vor-Vorfahren bereits Sinn für Kunst und Ästhetik hatten und Frauen in dieser „Kunstepoche“ eine große Rolle spielten: Es wurden zahlreiche Frauenstatuetten aus verschiedenen Materialien gefertigt, die heute über den europäischen Kontinent verteilt aufzufinden sind. Die füllige „Venus von Willendorf“ sei, so Dr. Holst, der bekannteste Fund.


