Größte Erdwärmeanlage der Region in Asbach in Betrieb genommen - 500 Tonnen CO2  werden pro Jahr gespart - Wärmepumpentechnik schont Umwelt

 

Wie aus einem Kilowatt elektronischer Energie sechs bis sieben Kilowatt Wärmeenergie gewonnen werden können, das ist ab sofort im Asbacher Vorteil-Center zu erleben. Im August rückten am Vorteil-Center in Asbach die ersten Baumaschinen an. Schweres Gerät war nötig, denn zunächst galt es 40 Löcher 100 Meter tief in die Erde zu treiben. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen, die Heiz- und Kühlanlage auf Wärmepumpenbasis wurde jüngst von Geschäftsführung und dem zuständigen 1.Kreisbeigeordneten des Kreises Neuwied, Achim Hallerbach, in Betrieb genommen.

Bild: Starten die regional größte Erdwärmeanlage: (v.l.n.r.) Dr. Jürgen Mertens und der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

 

„So ersparen wir der Umwelt 500 Tonnen des schädlichen Klimagases Kohlendioxid, und dies pro Jahr“, erklärt Dr. Jürgen Mertens von der Geschäftsleitung des Vorteil-Centers in Asbach. Der 1. Beigeordnete Achim Hallerbach hob in diesem Zusammenhang das seit zwei Jahrzehnten an-dauernde Engagement des Unternehmens  im Bereich der Anwendung erneuerbarer Energie hervor: „Die Zukunft liegt im Mix der Energie. Dies wird eindrucksvoll am hiesigen Standort mit Photovoltaik, Blockkraftheizwerk, Bionik und Geothermie umgesetzt.“ Mit diesem klimafreundlichen und ressourcenschonenden Energiekonzept können ca. 100.000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden.

 

Das mittelständische Unternehmen koppelt sich mit dieser Investition weitgehend von der Entwicklung der Energiepreise ab. Steigen die Kosten für Gas und Öl, so hat dies kaum einen Einfluss auf die Kalkulation. Verkaufspreise und Betriebskosten können dadurch trotzdem stabil gehalten werden.

 

In Verbindung mit der Wärmegewinnung aus den Tiefkühlanlagen, reichen bei den aktuellen Außentemperaturen um den Gefrierpunkt etwa 30 Kilowatt elektrischer Energie, um das ganze Vorteil-Center angenehm zu temperieren. Diese Energie wird benötigt, um der in Sonden 100 Meter unter der Erde zirkulierenden Sole die Wärme zu entziehen und diese zu nutzen.

 

Und im Sommer kann die Anlage zur Kühlung verwendet werden. Die Wärmepumpe wird ausgeschaltet und das 13 Grad kalte Solewasser direkt in die Lüftungsanlage abgegeben. Bei Außentemperaturen von 25 Grad Celsius kann dann rund 20 Grad warme Raumlufttemperatur „gemischt“ werden.

„In Deutschland“, so Dr. Mertens, „sind erst wenige Gebäude mit dieser Technik, die sich auch bestens für Einfamilienhäuser eignet, ausgestattet.“  In anderen Ländern wie etwa Norwegen, werden schon 85 Prozent aller Neubauten mit Erdwärme beheizt.

 

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Starten die regional größte Erdwärmeanlage: (v.l.n.r.) Dr. Jürgen Mertens und der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.