Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Neuwied - Energieeffizienz steigern und Erneuerbare Energien ausbauen
Mit einem integrierten Klimaschutzkonzept wird der Landkreis Neuwied einen aktiven Beitrag zum Erreichen von Klimaschutzzielen leisten. Der Kreisausschuss beauftragt die Verwaltung, einen Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis auszuarbeiten. „Kommunaler Klimaschutz ist unverzichtbar. Wir müssen unsere Energiepotenziale kennen und langfristig lokale synergetische Energieversorgungszentren mit erneuerbaren Energien aufbauen“, so der zuständige Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.
Grundlage ist das zum 1.1.2009 von der Bundesregierung neu aufgelegte Förderprogramm. Dem Bundesumweltministerium (BMU) stehen aus dem Verkauf von Emissionshandelszertifikaten 120 Millionen Euro für den nationalen Teil einer Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Ziel ist es, die vorhandenen großen Potenziale zur Treibhausgasminderung kostengünstig und in der Breite zu erschließen sowie innovative Modellprojekte voranzubringen. Konkret fördert das BMU Klimaschutzmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien.
Ein Schwerpunkt soll dabei auf die Unterstützung kommunaler Klimaschutzprojekte gelegt werden. „Die Kommunen sind für den Klimaschutz ein ganz wichtiger Partner. Jede Gemeinde, soll daher die Chance bekommen, die Potentiale für mehr Klimaschutz zu erschließen und professionell umzusetzen“, unterstreicht der für Umweltfragen zuständige 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach die Initiative des Kreises.
Er beschreibt die geplanten Schwerpunkte des integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Neuwied wie folgt: Für kommunale Gebäude soll es eine Strategieentwicklung zur effizienteren Energienutzung geben, ferner die Prüfung des Einsatzes regenerativer Energien sowie die Entwicklung und Aufbau eines umfassenden Energiecontrollingsystems. Mit der eventuellen Gründung einer Arbeitsgemeinschaft mit den Verbandsgemeinden könnten weitere kommunale Gebäude im Landkreis einbezogen werde. Die Bildung solcher interkommunalen Kooperationen werde, so Hallerbach, in der Klimaschutzinitiative ausdrücklich begrüßt. Landkreisweit soll eine fortschreibbare Energie- und CO2-Bilanz aufgelegt werden.
Auf Basis einer Potentialbetrachtung zur Minderung der CO²-Emissionen, werden mittelfristige Klimaschutzziele festgelegt. Es werden die einzelnen Sektoren: kommunale Gebäude, private Haushalte, Gewerbe, Industrie (und Verkehr) betrachtet. „Ziel muss sein, lokale Energieversorgungszentren aufzubauen wodurch auch andere nicht kommunale Abnehmer integriert werden können, zum Beispiel Altenheime, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser“, so Hallerbach.
Die ersten Arbeitsschritte sehen die Erstellung eines Maßnahmenkataloges vor, der zum Beispiel die Lokalisierung von Großverbrauchern, Auslotung der Möglichkeiten des Einsatzes der Kraftwärmekopplung, Finanzierungsmodelle für die Altbausanierung, Intensivierung der Energieberatung und Informationsveranstaltungen für den privaten wie auch den Gewerbe- und Energiesektor beinhaltet. Darüber hinaus sollen die aktuellen Energiekosten und die prognostizierten Kosten bei Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes dargestellt werden.

