Kreisverwaltung Neuwied lädt zu Aktionstagen des Deutschen Roten Kreuzes vom 13.02. bis 18.02.09 ein - Informationen über Aufgaben und ehrenamtliche Betätigungsmöglichkeiten mit praktischen Übungen und Blutdruckmessen

 

In den Ortsvereinen werden zahlreiche Hilfe- und Dienstleistungen organisiert, wie beispielsweise der Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen oder das Blutspenden, um die Versorgung der Bevölkerung mit lebensrettenden Blutkonserven sicherzustellen. Unmittelbar hervorgegangen sind die heutigen Hilfsorganisationen, die sich auch vielfältigen sozialen Aufgabenstellungen verpflichtet fühlen, aus dem 1863 in Genf gegründeten Internationalen Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, welches seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt.  Die unzureichende  Versorgung der Opfer durch die militärischen Sanitätsdienste in der Schlacht von Solferino im Jahre 1859, die auf beiden Seiten sowohl personell als auch bezüglich ihrer Ausstattung völlig überfordert waren, war Anlass, Maßnahmen zu treffen, um künftig besser auf die Versorgung von Verwundeten vorbereitet zu sein.

Bild (von links nach rechts): Walter Alisch (Leiter Sozialdienst), Manfred Christ (Schatzmeister), Klaus Winter (Kassierer), Klaus Dalpke (Kreisvorsitzender), Ekkehart Haacke (Vorsitzender OV Neuwied), Landrat Rainer Kaul

 

Der Schweizer Henri Dunant wurde Zeuge dieser blutigen Schlacht und schrieb seine Erlebnisse in einem selbst verlegten Buch nieder, dass er an führende Politiker schickte. Unter dem Eindruck dieser Aufzeichnungen kam es 1864 zur Verabschiedung der ersten Genfer Konvention durch zwölf europäische Länder. Für sein Engagement erhielt Dunant im Jahre 1901 den ersten Friedensnobelpreis. 

 

Im letzten Jahr feierte der DRK-Ortsverein Neuwied, hervorgegangen aus dem Vaterländischen Frauenverein, sein 140-jähriges Bestehen, der 1868 mit Unterstützung von Fürstin Marie zu Wied gegründet wurde, vier Jahre nach Inkrafttreten der ersten Genfer Konvention und somit sicherlich mit zu den frühesten Rot-Kreuz-Organisationen überhaupt gehörte. 

 

"Anlässlich des Jubiläums wurde eine sehr sehenswerte Fotoausstellung mit Unterstützung des Fürstlich-Wiedischen Archivs erstellt, die am Beispiel des Neuwieder Ortsvereins stellvertretend die Entwicklung des Roten Kreuzes und ihrer Ortsvereine in ganz Deutschland nachzeichnet. Daher möchten wir die Ausstellung in der Zeit vom 12.02.09 bis zum 27.03.09 im Kunstflur der Kreisverwaltung Neuwied einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen," erläuterte Landrat Rainer Kaul, der sich zugleich ehrenamtlich als Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz engagiert. Begleitet wird die Ausstellung von Aktionstagen mit Infoständen, in der Mitarbeiter des DRK über ihre vielfältigen Aufgaben und die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, informieren.

 

Folgendes Programm ist während der Öffnungszeiten vorgesehen:

 

Freitag, 13.02.09, vormittags: Informationen für Senioren und Menschen mit Behinderung (Hausnotruf, Essen auf Rädern, Fahrdienst, Blutdruck messen)

 

Montag, 16.02.09: vormittags: Erste-Hilfe; Infos und Übungen für Besucher und Besucherinnen der Kreisverwaltung,

 

Dienstag, 17.02.09: ganztägig Infotag Blutspende

 

Mittwoch, 18.02.09: vormittags Infotag Jugendrotkreuz mit Blutdruck messen

 

 

Bild (von links nach rechts): Walter Alisch (Leiter Sozialdienst), Manfred Christ (Schatzmeister), Klaus Winter (Kassierer), Klaus Dalpke (Kreisvorsitzender), Ekkehart Haacke (Vorsitzender OV Neuwied), Landrat Rainer Kaul