Montabaur ist Integrierte Leitstelle
Die Rettungsleitstelle Montabaur ist ab sofort Integrierte Leitstelle für den Rettungsdienst, den Brandschutz, allgemeine Hilfen und Katastrophenschutz. Sie wurde heute offiziell vom rheinland-pfälzischen Innenminister Karl-Peter Bruch (4.v.r.) und dem Präsidenten des Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Roten Kreuzes, dem Neuwieder Landrat Rainer Kaul (5.v.r.), in Betrieb genommen. Der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Roten Kreuzes ist Träger der Zentrale, die für den gesamten rechtsrheinischen Bereich zuständig ist.
Montabaur ist nach Trier, Kaiserslautern und Bad Kreuznach die vierte von acht geplanten Integrierten Leitstellen in Rheinland-Pfalz. Sie betreut die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, den Rhein-Lahn-Kreis und den Westerwaldkreis. Der Einzugsbereich erstreckt sich über 3.000 Quadratkilometer mit rund 650.000 Menschen. Das Rote Kreuz betreibt dort 22 Rettungswachen mit 79 Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr fuhren sie 123.000 Einsätze. Darüber hinaus alarmiert die Integrierte Leitstelle Montabaur 600 Freiwillige Feuerwehren, 55 Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes und 4 Einheiten des Technischen Hilfswerks.
Das Rote Kreuz bringt seine über 60-jährige Erfahrung mit Leitstellen im Rettungsdienst ein. Landesverbandspräsident Rainer Kaul dankte Minister Bruch für die Bereitstellung von rund 1,8 Mio Euro für die technische Ersteinrichtung der Integrierten Leitstelle Montabaur und hob hervor, dass mit dieser Investition noch mehr Sicherheit für die Bevölkerung im Notfall geschaffen wurde. Stolz zeigte sich Kaul über das Vertrauen des Landes in das Rote Kreuz, das drei der acht Leitstellen in seiner Trägerschaft betreibt.
Erreichbar ist die Leitstelle nun unter der europaweiten Notrufnummer 112.


