Neubau Müllumladestation Neuwied - Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neuwied investiert 2,1 Mio. Euro für neuen Wertstoffhof
Warteschlangen und lange Standzeiten an der jetzigen Neuwieder Umladestation auf dem Gelände in der Bischofsburger Straße sollen zum Ende des Jahres der Vergangenheit angehören. „Mit dem Neubau des Wertstoffhofes und Umladestation in der Stettiner Straße in Neuwied, erhalten die Bürgerinnen und Bürger ein deutlich verbessertes Serviceangebot“, so der 1.Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent für die Abfallwirtschaft im Landkreis Neuwied, Achim Hallerbach.
Aufgrund der regen Inanspruchnahme der Umladestation, in der die Bürgerinnen und Bürger kostenlos Sperrmüll, Grünabfall, Bauschutt und sonstige Wertstoffe zum Recycling und zur Beseitigung abgeben, kommt es jedoch häufig zu erheblichen Störungen bei der Anlieferung. Besonders an Samstagen oder wenn gleichzeitig Müllfahrzeuge zur Entleerung eintreffen, wird es eng und lange Rückstaus in benachbarte Einzelhandelsbereiche verursachen Probleme im öffentlichen Verkehrsraum. Beim Entladen der im Einsatz befindlichen Müllfahrzeuge zählt jede Minute, damit die Entleerungstouren eingehalten werden können. „Die derzeitigen räumlichen Verhältnisse behindern jedoch eine schnelle Abfertigung. Auch die dringend erforderliche Erweiterung und Optimierung von Betriebsabläufen kann am jetzigen Standort nicht realisiert werden“, so Achim Hallerbach. Umweltausschuss und Kreistag haben daher den Neubau eines Wertstoffhofes mit Umladestation beschlossen. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 2,1 Mio. Euro. Die neue Anlage mit wesentlich höherer Kapazität wird in der Stettiner Straße 22 (früheres Thyssen/Ferrum-Gelände) in circa einem Kilometer Entfernung vom bisherigen Standort entstehen. Eine auf dem Grundstück befindliche halboffene Halle in Stahlbauweise ist in das logistische Entsorgungskonzept eingebunden und reduziert den Bauinvest. Mit dem Erwerb des Grundstücks trägt die kommunale Abfallwirtschaft ihrer Daseinsvorsorge weiterhin Verantwortung und sichert eine bürgerfreundliche, standortnahe Entsorgung, - ohne eine Erhöhung der Abfallgebühren.
Langfristig könnte der vordere Bereich des Gewerbegrundstücks als Option für einen kommunalen Serviceausbau dienen und soll zunächst anderen branchenrelevanten Nutzern zur Verfügung gestellt werden.
Der Baubeginn ist für den April geplant. Nach etwa acht Monaten Bauzeit erfolgt die Inbetriebnahme im Dezember 2009. „Die neue Umladestation ermöglicht eine Entflechtung von privatem und kommunalem Anlieferverkehr und bietet zukünftig Abfallentsorgung nach modernsten Standards“, so der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. „Der großzügige Selbstanlieferungsbereich ermöglicht dem privaten Anlieferer eine übersichtliche und vor allem bequeme Entladesituation. Dadurch können Abfälle sortenreiner erfasst werden.“
Foto (v.l.n.r.): Peter Kaster (Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft), Erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach und Rüdiger Zerwas (Mitarbeiter der Abteilung Abfallwirtschaft) auf dem Gelände der neuen Müllumladestation.


