Sich gegen Betrüger und Diebe besser schützen - Seniorensicherheitsberater klären auf und informieren

 

„Die Beachtung einiger- meist einfacher- Verhaltensmaßregeln kann die persönliche Sicherheit und den Schutz von Hab und Gut um ein Vielfaches verbessern,“ betonen Gabi Theis und Jürgen Qurinbach vom Referat Kriminalpolizeiliche Prävention im Polizeipräsidium Koblenz. Diese der Bevölkerung zu vermitteln und über die Tricks und Strategien von Betrügern und Einbrechern aufzuklären, ist Aufgabe der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater, die eine intensive zweitägige Ausbildung durchlaufen. Damit sind sie in der Lage, als Multiplikatoren anderen Seniorinnen und Senioren Tipps und Erfahrungen für die eigene Sicherheit weiterzugeben

Bild (von links nach rechts: vorne: Rolf Niemeyer, Holger Packebusch, Walter Alisch, Horst Roth, Brita Rückel, Waltraud Schneider, Hannelore Welz, Gabi Theis und Landrat Rainer Kaul; hinten: Karl Hauck, Günther Schulz, Klaus Hiemke, Andrea Oosterdyk, Jürgen Quirnbach und Ralph Thelen

 

„Wir wünschen uns, dass die Seniorensicherheitsberater von den Vereinen in den Gemeinden für Vorträge und Informationen angefragt werden, insbesondere von Organisationen mit einer höheren Altersstruktur, erläuterte Landrat Kaul die Zielsetzung der Kommunen und empfahl, Sicherheitsfragen in der Familie zu diskutieren und die älteren Familienmitglieder besonders zu sensibilisieren. Walter Alisch, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Neuwied und selbst aktiver Sicherheitsberater und die Seniorenbeauftragte des Landkreises, Andrea Oosterdyk, hatten die Ausbildung gemeinsam vorbereitet. Denn ältere Menschen sind überproportional im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen Opfer von Haustürgeschäften, da sie oft gutgläubig sind und die Tricks der Betrüger gar nicht durchschauen. Der erste Tag im Kreishaus stand ganz im Zeichen der Information. Die Teilnehmer lernten die Strukturen der Polizei kennen und erfuhren, in welcher Weise das Kriminalpolizeiliche Team Unterstützung bei der Arbeit der Seniorensicherheitsberater geben kann. Zahlreiche Themen wie Diebstahl, Raub und  Einbruch auch Gewalt an Schulen, häusliche Gewalt, Sexualdelikte wie Kindesmissbrauch, Drogen, Stalking, Terrorismus, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und  Opferschutz wurden von den Referenten Gabi Theis und Jürgen Quirnbach angesprochen und sie sind jedes für sich genommen bereits Thema für einen Vortrag, die das Präventionsteam zusammengestellt hat. Der zweite Tag findet immer im Polizeipräsidium Koblenz statt. Auch nach der Ausbildung werden die Sicherheitsberater vom K15-Team weiterhin betreut und gemeinsam mit der Kommune werden Fortbildungsveranstaltungen angeboten.  „Auch die örtlichen Polizeibezirksbeamten sind in das Projekt eingebunden und sind für die Sicherheitsberater wichtige Ansprechpartner“, erläuterte Rolf Niemeyer, Kriminalhauptkommissar bei der Polizei Neuwied.  „Seniorensicherheitsberater unterstützen die Arbeit der Hauptamtlichen durch Weitergabe ihres Wissens in Nachbarschaft, Familie und Vereinen durch persönliche Ansprache oder Vorträge, sie sind keinesfalls Hilfspolizisten“, betonte Niemeyer. Aus der Praxis eines Bezirkspolizeibeamten schilderte Klaus Rams aus Waldbreitbach seine vielfältigen Aufgaben.

 

Wer Seniorensicherheitsberater für einen Vortrag gewinnen möchte, kann sich an Andrea Oosterdyk 02631-803/129 oder Walter Alisch 02631-71150 wenden.

 

 

Bild (von links nach rechts:

vorne: Rolf Niemeyer, Holger Packebusch, Walter Alisch, Horst Roth, Brita Rückel, Waltraud Schneider, Hannelore Welz, Gabi Theis und Landrat Rainer Kaul

hinten: Karl Hauck, Günther Schulz, Klaus Hiemke, Andrea Oosterdyk, Jürgen Quirnbach und Ralph Thelen