Sicherheit für Seniorinnen und Senioren ist wichtiges Thema Stadt und Kreis Neuwied luden zur Fortbildungsveranstaltung ein

 

„Die Leichtgläubigkeit ihrer Opfer ist der wichtigste Komplize vieler Geldbetrüger, betonten Jürgen Quirnbach und Gabi Theis vom Präventionsreferat des Polizeipräsidiums Koblenz in ihrem Vortrag über Falschgeld im Neuwieder Roentgenmuseum. Dort hatten sich zahlreiche ehrenamtliche Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen von Stadt und Kreis Neuwied zur jährlichen kommunalen Fortbildungsveranstaltung im edlen Roentgensaal eingefunden.


Weitere Sicherheitsberater haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Von links: Oberbürgermeister Nikolaus Roth, Horst Roth, Leutesdorf, Jürgen Qurinbach, Plizeipräsidium Koblenz, Brita Rückels, Dierdorf, Hannelore Wels und Waltraud Schneider, beide Neuwied, Seniorenbeauftragte Andrea Oosterdyk, Karl Hauck, Puderbach, Gabi Theis, Polizeipräsidium Koblenz, Polizeihauptkommissar Rolf Niemeyer, Neuwied, Walter Alisch, Vorsitzender Seniorenbeirat Neuwied und Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking.

 

Auch Oberbürgermeister Nikolaus Roth, der die Veranstaltung eröffnete und den neu ausgebildeten Sicherheitsberatern die von Landrat Rainer Kaul unterzeichneten Urkunden überreichte, war überzeugt, dass dieses Thema mit in das Beratungs- und Vortragsangebot der Sicherheitsberater gehöre. Schließlich kann jeder Opfer werden. „Denn wer Falschgeld entgegennimmt und dies zu spät bemerkt, hat gleich den doppelten Schaden: Die Betroffenen bekommen keine Entschädigung und machen sich - wenn sie das Falschgeld weitergeben - überdies sogar noch strafbar“, wusste Jurist Roth zu berichten.
Deshalb ist es buchstäblich bare Münze wert, rechtzeitig seinen Blick zu schärfen. Denn Falschgeld kann überall angeboten werden: Zum Beispiel an der Haustür, im Gedränge an der Kaufhauskasse oder am Fahrkartenschalter. Im Jahr 2006 wurden 7.873 Fälle von Geld- und Wertzeichenfälschungen bekannt. Wobei das Herstellen, Verbreiten und Abschieben von Falschgeld nur dann statistisch erfasst wird, wenn der Täter geständig oder überführt ist. Immer wieder werden "Blüten" von Geldscheinen in Umlauf gebracht, die den echten Banknoten auf den ersten Blick täuschend ähnlich sehen. Jürgen Quirnbach und Gabi Theis zeigten anhand von Anschauungsmaterial, worauf zu achten ist, um einen echten Geldschein von einer Blüte zu unterscheiden.
Das Treffen der Sicherheitsexperten nutzte Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking als Brand- und Katastrophenschutzbeauftragter des Landkreises Neuwied, damit auch diese mithelfen, die Bevölkerung für den vorbeugenden Umgang mit einem Notfall zu sensibilisieren.
Die Europäische Zentralbank gibt eine Broschüre über die Sicherheitsmerkmale des Euro-Banknoten heraus, diese kann über das Internet www.ecb.de heruntergeladen. Sie wird aber auch im Bürgerbüro der Kreisverwaltung ausgelegt. Dort ist auch die Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe “Für den Notfall vorgesorgt“ erhältlich. Darauf weist die Seniorenbeauftragte des Landkreises Neuwied, Andrea Oosterdyk, Tel. 02631-803129 hin.