Gewalt und psychische Erkrankungen: Ein Vorurteil? Gesprächsrunde am Mittwoch, 13. Mai 2009 in der VHS Neuwied
Die Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“ greift am Mittwoch, 13.5.09, 18.00 Uhr, ein Thema auf, das häufig heftige Diskussionen auslöst: Es geht um Gewalt und psychische Erkrankungen. Psychisch kranke Menschen werden in den Medien oft als gewaltbereit dargestellt. In den Köpfen vieler Bürgerinnen und Bürger hat sich entsprechend das Bild festgesetzt, dass psychisch kranke Menschen sich aggressiv und gewalttätig verhalten und eine Gefahr darstellen. In Wirklichkeit sind psychisch Erkrankte nicht mehr oder weniger gewaltbereit wie jeder Andere. Umgekehrt stellt sich aber heute oft die Frage: Ist jeder Gewalttäter psychisch krank? Gewalt hat dabei ganz unterschiedliche Gesichter. Angefangen von der körperlichen und verbalen Gewalt über psychischen Druck bis hin zum Vandalismus.
Ein anderer Aspekt ist, dass oftmals eine psychische Erkrankung Folge von Gewalt und Misshandlung ist. Das Spannungsfeld Gewalt in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen steht im Mittelpunkt des Gesprächsabends. Experten aus unterschiedlichen Bereichen bringen ihre Sichtweisen ein. Gesprächspartner sind: Andreas Markert, Lebensberatung Neuwied, Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung und Wolfram Schumacher-Wandersleb, ärztlicher Direktor, Klinik Nette-Gut in Weißenthurm.
Durchgeführt wird die Veranstaltung in Kooperation von VHS Neuwied mit dem Förderverein Gemeindenahe Psychiatrie e.V. und der Psychiatrie-Koordinationsstelle der Kreisverwaltung. Die Teilnahme ist kostenfrei. Veranstaltungsort: VHS Neuwied, Heddesdorfer Str. 33. Infos bei Psychiatrie-Koordinationsstelle Tel. 02631/803-732 oder 803/722 und der VHS Neuwied Tel. 02631/3989-0.

