Klimaschutzkonzept des Landkreises Neuwied

 

Zur inhaltlichen Vorbereitung eines umfassenden Klimaschutzkonzeptes zur Entwicklung der Potentiale für erneuerbare Energien im Landkreis Neuwied, hatte der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach die umweltpolitischen Vertreter der Kreistagsfraktionen zu einem Gespräch mit Professor Dr. Peter Heck, geschäftsführender Direktor des Institutes für angewandtes Stoffstrommanagement am Umweltcampus Birkenfeld und Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Klimawandel in die Kreisverwaltung eingeladen.

Bild: Zur Vorbereitung eines umfassenden Klimaschutzkonzeptes im Landkreis Neuwied, hatte der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach (4.v.r.) die umweltpolitischen Vertreter der Kreistagsfraktionen zu einem Gespräch mit Professor Dr. Peter Heck (4.v.l.), geschäftsführender Direktor des Institutes für angewandtes Stoffstrommanagement am Umweltcampus Birkenfeld und Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Klimawandel in die Kreisverwaltung eingeladen.

 

Professor Dr. Heck erläuterte den Ansatz eines anzustrebenden regionalen Stoffstrommanagements. Dieser interdisziplinäre Ansatz versucht Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. „Der intelligente, ressourceneffiziente Umgang mit Stoff- und Energieströmen ist das Rückgrat einer nachhaltigen Gesellschaft. Die Stoff- und Energieströme zu optimieren,“ so Professor Heck, „ist weniger eine technische Herausforderung als vielmehr eine Frage des Managements.“ Die fundierte Analyse der Ist-Situation bildet dabei die Grundlage. Danach sind der Aufbau von Akteursnetzwerken zur Lösungsfindung, die innovative Kombination neuer und bewährter Technologien sowie die Entwicklung innovativer Finanzierungsinstrumente weitere wichtige Bausteine.

Beim Ausbau des Stoffstrommanagements sollen auch die Abfallwirtschaft und die Biomasse berücksichtigt werden. „Wir müssen alle Möglichkeiten einer intelligenten Stoffstromwirtschaft auf deren Umsetzung und Wirtschaftlichkeit prüfen,“ unterstrich 1.Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach.

Die Stärkung der Versorgungssicherheit durch die Ausschöpfung der regionalen Ressourcen und der dezentralen Energieerzeugung ist vor dem Hintergrund knapper werdender fossiler Energieträger ein wichtiger Aspekt. Ziel sei es, regionale Nahversorgungszentren aufzubauen, die mit einem sinnvollen Energiemix aus Photovoltaik, Holzhackschnitzeltechnik und/oder Erdwärme öffentliche Gebäude, Unternehmen und Wohngebiete versorgen können.

„Mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes eröffnet sich für unsere Region die Chance regionale Wertschöpfung vor Ort mit den Aspekten der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes zu verbinden,“ so Achim Hallerbach. „Mir ist es dabei wichtig ein langfristig tragfähiges Handlungsprogramm zu erarbeiten mit dem Ziel einer verbesserten Energieeffizienz und einer deutlichen CO2-Einsparung.“