Regionaler Radwegeplan für drei Landkreise ist das Ziel
Mit einem vernetzten Radwegeplan wollen die drei Landkreis Altenkirchen, Neuwied und Westerwald noch stärker dem Wunsch von Touristen und Bürgern entgegen kommen und das Radwandern weiter fördern. Dies teilte der Neuwieder Landrat Rainer Kaul mit. Im Rahmen der jüngsten Dienstbesprechung haben die Landräte der drei Kreise vereinbart, ein Projekt mit dem Ziel eines regionalen Radwegenetzes zu verwirklichen. Dazu wird in einem ersten Schritt eine qualifizierte Routenfindung erstellt.
Derzeit sei der Landesbetrieb Mobilität dabei, in die im letzten Herbst eröffnete RLP-Radroute auch den Westerwald und den Taunus zu integrieren. Die RLP-Radroute soll an den Landesgrenzen vorbeiführen. Mangels zusammmenhängender Radwege verläuft diese Radroute in unserer Region aber bisher im Rheintal – also abseits der Landesgrenze zu Hessen und NRW. Das Konzept sieht vor, dass sich die örtlichen Wege an der überörtlichen Planung ausrichten. Die Strecken sollen in das großräumige Radwegenetz auf Landesebene eingebunden werden. Eine Anbindung zur Lahn, nach Hessen und den dortigen Radwegen wird erreicht.
Für Kaul hat der Radwegeausbau höchste Priorität. Darüber hinaus sieht Landrat Kaul als langfristiges Ziel, dass z.B. der Weg im Wiedtal die Hauptverbindung zwischen den beiden Radfernwegen des Rheintales und dem zentralen Westerwald bis hin zum Siegtal darstellt. Durch seine geringen Steigungen sei es dabei selbst ungeübten Radlern möglich, die höher gelegenen Orte im Westerwald bequem zu erreichen.
Der Kreis Neuwied deckt unter Radroutengesichtspunkten die nördliche, rechte Rheinseite von Rheinland-Pfalz bis weit in den geografischen Westerwald hinein ab. Er stellt damit sogleich das Rhein-Bindeglied zu Nordrhein-Westfalen her. Wie die beiden anderen Kreise im Westerwald hat auch der Kreis Neuwied „seinen“ Anteil am zukünftigen Wiedradweg und ist zudem ganz aktuell mit einer ca. 35 km langen Strecke eingebunden in die RLP-Radroute.
Die Landräte vereinbaren, den Stand der Dinge in den jeweiligen Kreisen festzustellen und darauf aufbauend die Möglichkeiten für ein regionales Radwegenetz auszuloten.

