Ausbau der Schulsozialarbeit an Allgemeinbildenden Schulen

 

Erfreut zeigte sich der Erste Beigeordnete des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach, über die Mitteilung der Ministerin für Bildung und Jugend, Doris Ahnen, dass ab sofort weitere Landesfördermittel für Fachstellen für Schulsozialarbeit bereit gestellt werden. Für den Landkreis Neuwied bedeute dies, dass die zukünftigen Realschulen Plus in Asbach und Unkel demnächst auf Fachkräfte für Schulsozialarbeit zurückgreifen können.

 

Zudem erfolgte die Zusicherung des Ministeriums, dass die Grund- und Regionale Schule Waldbreitbach (Deutschherrenschule) in die Liste der Projekte aufgenommen wird und so bald wie möglich Landesförderung erfahren soll. Damit entsprach die Ministerin weitgehend den gemeinsamen Förderanträgen der Kreisverwaltung, den Verbandsgemeinden als Schulträger und den Schulleitungen, die im Vorfeld eine einvernehmliche Konzeption für Schulsozialarbeit im Landkreis Neuwied entwickelt und abgestimmt hatten.

 

Achim Hallerbach betonte, dass damit die Schulsozialarbeit als Leistung der Jugendhilfe weiter ausgebaut werden kann: „Wir sind uns bewusst, dass die eigentliche Zuständigkeit für die Angebote der Jugendhilfe und damit auch für die Schulsozialarbeit bei den örtlichen Trägern der Jugendhilfe liegt, um so dankbarer sind wir für finanzielle Unterstützung des Landes,“ betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

 

Laut Mitteilung des zuständigen Ministeriums will man die Jugendämter und die Schulen mit dem wachsenden Problemdruck nicht alleine stehen lassen und entschloss sich deshalb, für die Intensivierung der Schulsozialarbeit in den Schulen und in ihrem Umfeld. Insbesondere von der auch organisatorisch herbeigeführten engen Zusammenarbeit der Fachkräfte des Sozialen Dienstes des Kreisjugendamtes und der Schulsozialarbeit erhofft man sich eine weitere Effizienzsteigerung im Spektrum der Jugend- und Erziehungshilfe.

 

„Mit dem Ausbau von Schulsozialarbeit wollen wir weiter fortschreiten, neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe zu gehen“, unterstrich Hallerbach weiter: „Schulsozialarbeit versteht sich als Bindeglied und wendet sich präventiv, unterstützend und krisenintervenierend an alle Schüler/innen, Lehrkräfte und Eltern! Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schulsozialarbeit zwar eine eigenständige sozialpädagogische Jugendhilfeleistung in der Institution Schule darstellt, angestrebte Ziele jedoch nur durch vertrauensvolle und akzeptierende Kooperation zwischen Schulsozialarbeit und Lehrkräften erreicht werden kann.“

 

„Schulsozialarbeit soll in Form von Einzelfallhilfe, Beratung, Elternarbeit und durch sozialpädagogische Gruppenarbeit erfolgen. Die Zusammenarbeit mit der Institution Schule sowie mit anderen relevanten Diensten und Einrichtungen erscheint darüber hinaus unabdingbar. Wir versprechen uns von Schulsozialarbeit nicht nur die Förderung der sozialen Kompetenz der Schüler, sondern auch die Stärkung der Erziehungsfähigkeit und Verantwortlichkeit von Eltern. Der Bewältigung des Übergangs von Schule zu Beruf kommt ebenfalls eine herausgehobene Bedeutung zu. Letztlich möchten wir durch Schulsozialarbeit zur positiven Gestaltung der Lebenswelt von Jugendlichen beitragen und damit auf eine Chancenangleichung hinwirken,“ so Hallerbach. „Nachdem bereits an den Standorten Dierdorf, Puderbach und Linz Schulsozialarbeit angeboten wird, kommen nun die Fachstellen in Asbach und Unkel hinzu. Damit sind wir auf gutem Wege, nahezu flächendeckend im Landkreis Neuwied Schulsozialarbeit anbieten zu können, die aufgrund der immer komplexer und zunehmend konflikträchtigeren Lebenslagen von Jugendlichen noch an Bedeutung gewinnen dürfte“, betont Hallerbach abschließend.