Kein Hexenwerk, sondern Handwerkszeug - Die Gemeindeordnung
Was der Geografin der Atlas, dem Geistlichen die Bibel ist der Kommunalpolitikerin und dem Kommunalpolitiker das Kommunalbrevier. Jedes Ratsmitglied erhält dieses überaus umfangreiche Werk in einer der ersten Ratssitzungen. Auf über 800 Seiten sind Gesetzestexte, Mustergeschäftsordnungen und Erläuterungen verschiedenster Art abgedruckt. Um das Dickicht an Informationen zu durchschauen, folgten die Ratsfrauen im Landkreis Neuwied der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten und Kreisvolkshochschule zum Kommunalpolitischen Seminar „Kein Hexenwerk, sondern Handwerkszeug - Die Gemeindeordnung“.
„Antragsrecht, Schweige- und Treuepflicht, Geschäftsordnungen und Satzungen folgen einer Logik, die auch ohne Jura-Studium verstanden werden können. Unsere Seminare vermitteln eben diese Logik und helfen sich zurechtzufinden“, erläutert Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied das Ziel der Kommunalpolitischen Seminarreihe, die seit über 10 Jahren für Ratsfrauen von den Gleichstellungsbeauftragten und der Kreisvolkshochschule angeboten wird. „Uns geht es um zwei Ziele: erstens wollen wir die Frauen fit machen für die Ratsarbeit und zweitens wollen wir ein Netzwerk der politisch aktiven Frauen schaffen. Denn nur wer sich kennt, kann sich gegenseitig helfen“, ergänzt Astrid Thol, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Linz.
Schon bei den ersten Sitzungen der neuen Räte entstanden bei den Ratsmitgliedern Fragen, die die Regierungsdirektorin Hildegard Person-Fensch, Leiterin der Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung und Referentin des Seminars beantworten konnte und die Kluft zwischen Theorie und kommunalpolitischer Praxis verdeutlichte.
Das nächste Kommunalpoltische Seminar findet am 7. November in Rengsdorf statt und befasst sich mit der DOPPIK, dem kommunalen Haushaltsrecht.
Informationen zu der Seminarreihe erhalten Sie bei den Gleichstellungsbeauftragten, bzw. bei Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied, Tel.: 0 26 31 – 803 410 oder doris.eylmueller@kreis-neuwied.de


