Positive Förderbilanz für private Dorferneuerung im Landkreis Neuwied
Hallerbach: Dorferneuerung wird von vorbildlicher Eigeninitiative getragen

 

Die Nachfrage nach Fördermitteln zur Dorferneuerung ist weiterhin groß. „Die Dorferneuerung ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein sehr effektives Instrument zur Stärkung des ländlichen Raumes und für die heimische Wirtschaft insbesondere für die Handwerksbetriebe“, so der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Von dem Dorferneuerungsprogramm des Landes sollen wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung und Belebung der Dörfer ausgehen, insbesondere in Zeiten zunehmender Leerstände in den Ortskernen.

Foto: Innenansicht des neuen Wellnessbereiches: (v.l.n.r.) Christoph und Martina Weingarten Inhaber des Gasthofes, 1.Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach und die Dorferneuerungsbeauftragte der Kreisverwaltung Neuwied, Margit Rödder-Rasbach.

Nachdem das Land im vergangenen Jahr 2008 rund 428.000 Euro für private Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt hat, bewilligte die Kreisverwaltung Neuwied im Jahr 2008 diese Fördermittel im Landkreis Neuwied, die sich auf 58 Projekte privater Antragsteller verteilten.

 

Die wesentlichen Förderschwerpunkte in dem seit Jahrzehnten bestehenden Landesprogramm sind neben der Wohnraumschaffung durch Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz (z.B. Ausbau/Umbau eines renovierungsbedürftigen älteren Gebäudes oder einer leerstehenden Scheune), infrastrukturverbessernde Maßnahmen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Ortskernen (z.B. Dorfladen, Dorfplatz), Projekte für Kinder- und Jugendliche (z.B. Jugendräume und Spielplätze, Verbesserung des Fremdenverkehrs (z.B. Fremdenzimmer) und kulturelle Projekte (z.B. Dorftheater)

 

Für das Jahr 2009 hat das Land bislang für private Maßnahmen im Landkreis Neuwied öffentliche Gelder in Höhe von rund 341.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Wir hoffen, dass die Fördergelder bis zum Jahresende das Niveau des vergangenen Jahres erreichen, da sich eine ähnliche Antragslage wie im letzten Jahr abzeichnet. Wir gehen davon aus, dass das Dorferneuerungsprogramm weiterhin auf hohem Niveau gefahren wird, zumal in diesem Jahr sogar zwei neue Schwerpunktgemeinden, Bruchhausen und Oberraden, in der Dorferneuerung anerkannt wurden, die für einen Zeitraum von sechs Jahren verstärkt Projekte angehen“, erklärt der zuständige 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

 

So zählt das Hotel-Restaurant „Zur Post“, in Rossbach/Wied, das seit dem Jahr 1830 als Familienbetrieb geführt wird, zu den positiven Beispielen einer besonders gelungenen Renovierungs- und Umbaumaßnahme in der Dorferneuerung. Der ältere, aus einer Fachwerkkonstruktion bestehende Gebäudeteil prägt das Ortsbild in besonderem Maße und wurde vor gut zehn Jahren nach dem Vorbild des Originals erhalten und umfassend renoviert Vor ein paar Jahren wurde der Außenbereich mit Kräutergarten neu gestaltet und mit der letzten Umbaumaßnahme, die Ende 2008 fertiggestellt war, wurden Fremdenzimmer renoviert, ein größerer Wellnessbereich mit Sauna und Dachterrasse auf dem Flachdachanbau errichtet und  somit architektonisch in das Gesamtkonzept integriert.

 

Die Familie Weingarten hat den Gasthof, der auf eine lange Tradition zurückblicken kann, durch die Umbaumaßnahmen mit vielen Ideen und Eigenleistung insbesondere durch den neu errichteten Wellnessbereich eine sehr individuelle Note verliehen und somit auch den Ortskern von Rossbach erheblich attraktiver gestaltet, was zusätzlich zu Belebung des  örtlichen Fremdenverkehrs beiträgt.

Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten sind beim  Referat Dorferneuerung der Kreisverwaltung Neuwied, Telefon: 02631/803-235 (Margit Rödder-Rasbach) und -402, (Martina Kaul) sowie auf der Homepage der Kreisverwaltung in Bürgerinformationssystem unter der Rubrik Dorferneuerung. www.kreis-neuwied.de erhältlich.

 

Foto: Innenansicht des neuen Wellnessbereiches:  (v.l.n.r.) Christoph und Martina Weingarten Inhaber des Gasthofes, 1.Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach und die Dorferneuerungsbeauftragte der Kreisverwaltung Neuwied, Margit Rödder-Rasbach.