42 Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied erhalten Sprachförderungsmaßnahmen - Hallerbach: Sprachförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit in Kindertagesstätten

 

Für insgesamt rund 530 Kinder im Kreisjugendamtsbezirk Neuwied beginnen bald gezielte Sprachfördermaßnahmen in „ihrem“ Kindergarten. Insgesamt 70 sogenannte „Sprachfördermodule“ werden ab September 2009 in insgesamt 42 Kindertagesstätten kreisweit durchgeführt; sie haben zum Ziel, die Sprachkompetenz der Kinder zu fördern. „Ich freue mich ganz besonders, dass wir beim Land eine Bewilligung der größtmöglichen in Aussicht gestellten Fördersumme für Maßnahmen der Sprachförderung und Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule erreichen konnten,“ freut sich der zuständige 1. Kreisbeigeordnete, Achim Hallerbach.

 

„Wie wichtig und richtig diese Angebote sind, zeigen uns nicht nur die positiven Erfahrungsberichte aus den Kindertagesstätten sondern auch die Rückmeldungen aus den Grundschulen,“ so Hallerbach weiter. Die pädagogische Aufwertung des letzten Kindergartenjahres ist in den vergangenen Jahren im Rahmen des Landesprogramms „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“ immer stärker in den Blick gerückt. Ein wesentlicher Bestandteil sind gezielte Sprachförderangebote. Die Erfahrungen der ersten Jahre „Sprachförderarbeit“ seit 2006 machten aber auch deutlich, dass Sprachförderung noch früher ansetzen sollte. Aus diesem Grund können zwischenzeitlich auch Maßnahmen ganz gezielt für die Altersgruppe der Vier- bis Fünfjährigen angeboten werden.

 

Für den Förderzeitraum  zwischen September 2009 und Juli 2010 – hat das Land Rheinland-Pfalz für den Landkreis Neuwied nun Mittel in Höhe von 190.869 Euro bewilligt. „Die bewilligten Landesmittel dienen zur (Voll)-Finanzierung der Personalkosten von kreisweit insgesamt 70 einzelnen Maßnahmen der Sprachförderung und zur Durchführung von weiteren 14 Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule,“ erklärt Achim Hallerbach.

 

54 Maßnahmen des Moduls „Basis-Sprachförderung“ richten sich an Kinder, die in der deutschen Sprache Förderbedarf haben. Mit jeweils 2.000 Euro pro Maßnahme werden die Personalkosten für 100 Zeitstunden „Sprachförderung“ voll finanziert. Die Sprachförderung erstreckt sich dabei über das gesamte letzte Kindergartenjahr. An jeder Maßnahme sollen mindestens fünf Kinder teilnehmen. Durch die Anzahl der kreisweit genehmigten Basis-Module ist damit eine gesonderte Förderung für rund 330 Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung und 100 Vier- bis Fünfjährige möglich.

 

Die 16 Maßnahmen des Moduls „Intensiv-Sprachförderung“ wenden sich an Kinder, die in der deutschen Sprache einen besonders hohen Förderbedarf haben. Anders als bei der Basis-Förderung stehen hier für 200 Zeitstunden „Sprachförderung“ 4.000 Euro vom Land als pauschalierter Personalkostenzuschuss zur Verfügung. Die Größe der Fördergruppen ist hier auf sechs Kinder begrenzt. „Insgesamt können somit noch einmal knapp 100 Kinder gefördert werden,“ erklärt der 1.Kreisbeigeordnete.

 

Durchgeführt werden die einzelnen Maßnahmen in vielen Kindergärten kreisweit, und zwar von Fachkräften, die Kindern vor dem Übergang in die Grundschule Deutsch bzw. Deutsch als Zweitsprache „handlungsbegleitend und erlebnisbezogen“ vermitteln können. Kreisweit umfasst der Personenkreis der Sprachförderkräfte nicht nur Erzieherinnen sondern auch Lehrer sowie Studierende mit entsprechendem Fächerbezug.

 

Die 14 Maßnahmen zur Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule beziehen sich auf ganz besondere Kooperationsprojekte zwischen Kindergarten und Grundschule, die den Kindern den Übergang aus dem gewohnten Umfeld des Kindergartens in die „neue“ Welt der Schule erleichtern sollen.

 

„Wir sind froh, dass wir mit diesem umfangreichen Maßnahmenpaket der Sprachförderung einen weiteren wichtigen Beitrag zur frühkindlichen Entwicklung in unsere Präventionsarbeit der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe einbinden können,“ erklärt Achim Hallerbach.

 

Weitere Informationen gibt es bei den örtlichen Kindergärten und beim Kreisjugendamt Neuwied, Tel. 02631-803-242 (Kerstin Grüber).