Energieberatung im Landkreis Neuwied findet große Resonanz Aufstockung der Fördermittel zur Energieberatung für private Verbraucher

 

Die seit Mitte 2007 in der Kreisverwaltung Neuwied und der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Hönningen regelmäßig statt-findenden kostenlosen Energieberatungen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. finden großes Interesse. Der zuständige 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach unterstützt die Bemühungen, eine weitere Beratungsstelle in der Raiffeisen-Region Puderbach/Dierdorf/Rengsdorf/Flammersfeld zu installieren. „Die Informationsflut zum Thema Energieeinsparung und alternative Energieformen ist groß, die Förderprogramme komplex und umfassend. Des-halb muss das Beratungsnetz noch dichter geknüpft und näher am Bürger positioniert werden“, so Achim Hallerbach.

Bild: Im Beratungsgespräch für Energieausweise und energetische Sanierungsvorschläge: (v.l.n.r.) der für Umwelt und Energie zuständige 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, “Beratungskunde” Helmut Görtz, Energieberater der Verbraucherzentrale, Harald Richter und Priska Dreher, Mitarbeiterin der Kreisverwaltung.

 

Überraschend die große Resonanz der Beratungsnachfrage. In den ersten vier Monaten in 2007 (Start war am 30.08.) wurden insgesamt 62 Beratungen durchgeführt. Im vergangenen Jahr haben bereits 213 Beratungen stattgefunden. „Die Möglichkeit der kostenlosen Erstberatung hat sich bewährt. Insofern sollte über eine Ausweitung nachgedacht werden“, unter-strich der 1.Kreisbeigeordnete.

 

Als erfreulich und richtungsweisend bewertet er die deutliche Aufstockung der Fördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) für Energieberatung die der Bundestag im Bundeshaushalt 2009 beschlossen hat. Profitieren werden davon Hausbesitzer und andere private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen, die sich in den vom BMWi geförderten Programmen zu allen Fragen der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien beraten lassen können. „Mit diesem erweiterten Förderprogramm erhalten die Bürgerinnen und Bürger konkrete Hilfestellung, ihre Energiekosten zu verringern“, so Achim Hallerbach weiter.

 

Jeder wolle Energie sparen und Energiekosten senken, häufig fehle die fachkundige Beratung. Deshalb baue das Bundeswirtschaftsministerium die Informations- und Beratungsangebote deutlich aus. „Das Angebot richtet sich an die Verbraucher sowie die kleinen und mittleren Unternehmen. Mit diesen zusätzlichen Investitionen im Baugewerbe und Handwerk sowie den Anbietern der entsprechenden Technologien werde ebenfalls die Konjunktur gestärkt“, so Hallerbach weiter.

 

Drei Programme werden deutlich ausgebaut. Seit 30 Jahren fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Energieberatung der Verbraucherzentralen in mittlerweile über 450 Beratungsstellen. Kürzlich wurde die Beratung auch um die Themen Strompreise und Anbieterwechsel erweitert. Immer mehr private Verbraucher interessieren sich für das Thema Energiesparen und damit verbundene Kostensenkungen, deshalb werde für die nächsten Jahre mit einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Beratungen gerechnet. Die Energieberatung soll daher mit erweiterter Kapazität in mehr Beratungsstützpunkten angeboten werden.

 

Mit dem Programm "Vor-Ort-Beratung in Wohngebäuden" fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit bis zu 50 Prozent eine umfassende Energieberatung von Hausbesitzern. Dabei werden konkrete Vorschläge für energieeinsparende Maßnahmen gemacht, die auch Aussagen zu deren Wirtschaftlichkeit beinhalten. Gefördert werden auch die Stromberatung und Thermografiegutachten. Der von Bundeswirtschaftsministerium und KfW aufgelegte "Sonderfonds Energieeffizienz in KMU" übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten für eine Energieberatung in kleinen und mittleren Unternehmen ( www.energieeffizienz-beratung.de ) .

 

Achim Hallerbach erhofft sich aus diesem neuen Förderprogramm weitere Impulse zur Energieberatung und Einsatz von Energieeffizienztechnologien für die Bürgerinnen und Bürger sowie den Mittelstand im gesamten Landkreis Neuwied. Gleichzeitig sieht er eine große Chance für unabhängige, neutrale Beratungsunternehmen in den Regionen. Eine Liste zertifizierter Energieberater kann bei der Kreisverwaltung Neuwied, Frau Priska Dreher (priska.dreher@kreis-neuwied.de) angefordert werden.

 

Beratungsstützpunkte mit Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. im Landkreis Neuwied:
Die Energieberatung findet jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat in Bad Hönningen im Rathaus, Marktstraße 1 statt. Damit die Gespräche ungestört und ohne lange Wartezeit erfolgen können, ist eine telefonische Terminvereinbarung bei der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Hönningen, Frau Loos unter der Nummer 02635-7251  notwendig.

 

In Neuwied finden die Beratungen jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat in der Kreisverwaltung, Wilhelm-Leuschner-Str. 9 statt. Hier ist die Ansprechpartnerin für die Terminvereinbarung Frau Priska Dreher, Telefon 02631-803-650 bzw. E-Mail priska.dreher@kreis-neuwied.de.

 

Bild: Im Beratungsgespräch für Energieausweise und energetische Sanierungsvorschläge: (v.l.n.r.) der für Umwelt und Energie zuständige 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, “Beratungskunde” Helmut Görtz, Energieberater der Verbraucherzentrale, Harald Richter und Priska Dreher, Mitarbeiterin der Kreisverwaltung.