Netzwerk gegen Gewalt startet Aktionswochen

 

Seit 2007 engagiert sich das Netzwerk gegen Gewalt im Landkreis Neuwied. In Anlehnung an den 25. November, dem „Internationalen Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen“, einem Gedenktag der Vereinten Nationen, starten auch in diesem Jahr Aktionen rund um das Thema Gewalt. Am 25. November 1960 wurden in der Dominikanischen Republik drei Schwestern Folteropfer des Geheimdienstes des Diktators Trujillo. „Der Tag gegen Gewalt gegen Frauen soll noch heute ein Zeichen für den Wunsch und das Recht der Frauen auf eine  gewaltfreies Leben setzen“, erläutert Maria Obermann von der Katholischen Frauengemeinschaft in Neuwied das Ziel des Gedenktages.

Bild: Mitglieder des Netzwerkes gegen Gewalt am Stand in der Neuwieder Innenstadt.

 

Weltweit wird dieser Tag zum Protest und zur Aufklärung zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ genutzt, so auch in Neuwied. Dem Netzwerk in Neuwied gehören der Caritasverband, das Diakonische Werk, die Evangelischer Frauenhilfe, der Verein TROTZDEM, die Gleichstellungsbeauftragten aus Stadt und Landkreis Neuwied, die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V., die Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, die Lebensberatung Neuwied, der Frauennotruf im Puderbacher Land Lichtblick e.V., die Koordinationsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen Neuwied der Polizei, der  Weisse Ring Neuwied sowie die Interventionsstelle in Neuwied an.

 

 „Gewalt in engen sozialen Beziehungen wird heute öffentlich geächtet und es existieren spezielle Hilfsangebote für die Opfer, aber dennoch muss weiterhin aufgeklärt werden. Noch immer trauen sich viele Gewaltopfer aus Angst oder Scharm nicht aus der Isolation und erdulden oft über Jahrzehnte ein unmenschliches Schicksal“, so Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied.

 

Im Rahmen der Aktionen findet am 26. November, um 14.00 Uhr eine Fachtagung zum Thema „Migrantinnen – Vom Opferschutz ausgeschlossen? – Konsequenzen des Migrationshintergrundes auf die Anwendung des Opferschutz- und Polizeiordnungsgesetz“ im Roentgen-Museum statt. Am 3. Dezember ist der Film „Meine Hölle Europa“ von Lukas Roegler um 19.00 Uhr im Spee-Haus in Neuwied zu sehen.

 

Informationen bei:

Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied

Tel.: 0 26 31 – 803 410

Doris.eylmueller@kreis-neuwied.de

 

Bild: Mitglieder des Netzwerkes gegen Gewalt am Stand in der Neuwieder Innenstadt.