Positive Förderbilanz für private Dorferneuerung im Landkreis Neuwied
Nachdem das Land im vergangenen Jahr 2008 rund 428.000,- € für private Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt hat, bewilligte die Kreisverwaltung Neuwied im Jahr 2008 diese Fördermittel im Landkreis, die sich auf 58 Projekte privater Antragsteller verteilten. Die wesentlichen Förderschwerpunkte in dem seit Jahrzehnten bestehenden Landesprogramm sind neben der Wohnraumschaffung durch Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz (z.B. Ausbau/Umbau eines renovierungsbedürftigen älteren Gebäudes oder einer leerstehenden Scheune), infrastrukturverbessernde Maßnahmen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Ortskernen (z.B. Dorfladen, Dorfplatz), Projekte für Kinder- und Jugendliche (z.B. Jugendräume und Spielplätze, Verbesserung des Fremdenverkehrs (z.B. Fremdenzimmer) und kulturelle Projekte (z.B. Dorftheater).
Für das Jahr 2009 hat das Land bislang für private Maßnahmen im Landkreis Neuwied öffentliche Gelder in Höhe von rund 341.000,- € zur Verfügung gestellt.“ Wir hoffen, dass die Fördergelder bis zum Jahresende das Niveau des vergangenen Jahres erreichen, da sich eine ähnliche Antragslage wie im letzten Jahr abzeichnet. Wir gehen davon aus, dass das Dorferneuerungsprogramm weiterhin auf hohem Niveau gefahren wird, zumal in diesem Jahr sogar zwei neue Schwerpunktgemeinden, Bruchhausen und Oberraden, in der Dorferneuerung anerkannt wurden, die für einen Zeitraum von 6 Jahren verstärkt Projekte angehen“, so der Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.
Er betonte weiter, dass die nach wie vor große Nachfrage nach dem Förderprogramm auch in wirtschaftlich schweren Zeiten ein sehr effektives Instrument zur Stärkung des ländlichen Raumes und für die heimische Wirtschaft insbesondere für die Handwerksbetriebe darstellt und von dem Dorferneuerungsprogramm des Landes wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung und Belebung der Dörfer ausgehen, insbesondere in Zeiten zunehmender Leerstände in den Ortskernen.
Ein positives Beispiel im Norden des Kreises gibt es in der Ortsmitte von Neustadt/Wied mit dem komplett renovierten und umgebauten ehemaligen Gasthof „Wiedischer Hof“. Das leerstehende, stark renovierungsbedürftige und zum Teil ortsbildprägende Gebäude fand einen neuen Besitzer in der Familie Weib/Hoffmann, die dem Gebäudekomplex ein komplett neues, auf Neustädter Bedürfnisse zugeschnittenes Gesamtkonzept gaben.
Der ursprüngliche Gebäudekomplex, der größtenteils erhalten werden konnte, wurde mit viel Engagement der neuen Eigentümer umgestaltet und konzeptionell weiterentwickelt, in dem alte ortsbildprägende Elemente des Altbestandes erhalten und mit moderner architektonischen Elementen neu kombiniert wurden.
„Anhand des neuen Nutzungskonzeptes, das neben einem Restaurant/Cafe, eine Bowlingbahn, Fremdenzimmer sowie im Dachgeschoss einige Wohnungen enthält, ist es der Familie Weib/Hofmann in besonderem Maße gelungen, den Ortskern von Neustadt zu beleben und attraktiver zu gestalten“, so der Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, der sich auch hier ein persönlich ein Bild vor Ort von der besonders gelungenen Maßnahme machte.
Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten sind beim Referat Dorferneuerung der Kreisverwaltung Neuwied, Telefon: 02631/803-235 (Margit Rödder-Rasbach) und –402, (Martina Kaul) sowie auf der Homepage der Kreisverwaltung www.kreis-neuwied.de im Bürgerinformationssystem unter der Rubrik Dorferneuerung erhältlich.



