Biomasse-Studie findet über Landesgrenze hinaus Beachtung - 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach berichtet über Ausweitung der Studie auf den Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn
Acht Rheinland-Pfälzische Landkreise und die Stadt Koblenz haben eine Studie zur Optimierung der Bioabfallverwertung in Auftrag gegeben. War schon die kommunale Zusammenarbeit in einer so großen Region etwas Besonderes, wurde jetzt mit der Überschreitung der Landesgrenze eine kleine Sensation bekannt. „Wir freuen sehr, dass sich mit dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Bonn zwei gewichtige Partner unserer Gemeinschaft angeschlossen haben“ erläutert Achim Hallerbach, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied. „Das Interesse über die Landesgrenze hinaus zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Zunächst hatten sich neun entsorgungspflichtige Körperschaften im nördlichen Rheinland-Pfalz zusammengeschlossen, um sinnvolle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Bioabfallverwertung aufzuzeigen. Ziel ist, die Entsorgung von rd. 1,3 Millionen Einwohnern ökonomisch wie ökologisch zu optimieren und langfristig zu sichern.
“Der Landkreis Neuwied setzt schon seit langem erfolgreich auf die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben“, erläutert Achim Hallerbach und verweist auf die Restabfallentsorgung in der Mechanisch-Biologischen-Abfallvorbehandlungsanlage (MBA) in Linkenbach: “So wäre der Betrieb unserer MBA allein mit Neuwieder Abfall nicht wirtschaftlich. Erst mit der Bündelung der Kräfte mehrer Partner lassen sich solche Projekte erfolgreich angehen.“
Vor diesem Hintergrund bedeutet die Beteiligung der beiden neu hinzugekommenen Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen eine beachtliche Stärkung der Gemeinschaft. Immerhin werfen der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn den Bioabfall von rund einer weiteren Million Menschen zusätzlich in die Waagschale.
„Wenn man darüber hinaus in Betracht zieht, dass die meisten Kommunen in Sachen Abfall noch immer für sich alleine wirtschaften, ist die kommunale Zusammenarbeit sogar über Landesgrenzen hinaus als Bestätigung des richtigen Weges nicht gering zu schätzen“, so Hallerbach.
Während die Erhebung der Grunddaten bei den Gründungsmitgliedern bereits erfolgt ist, werden derzeit die Verhältnisse bei den neuen Partnern unter die Lupe genommen. Erste konkrete Ergebnissen der gemeinsamen Studie werden im April erwartet.

