Ehrenpreisträgerin Rona Yussof Mansury besucht Landrat Rainer Kaul

 

Von Erfolgen aber auch Rückschläge berichtete die Ehrenpreisträgerin der Johanna-Loewenherz-Stiftung, Rona Yussof Mansury, Mitgründerin des Afghanischen Frauenvereins bei ihrem Treffen mit Landrat Rainer Kaul. Frau Mansury wurde vom Kreisausschuss zur Ehrenpreisträgerin der Loewenherz-Stiftung 2009 auserwählt und erhält den Preis für ihr Engagement in Afghanistan. „Was die Menschen, insbesondere die Frauen und Kinder, als Opfer von Krieg und Krise zu allererst brauchen, sind Bildung, Gesundheit und ein existenzsicherndes Einkommen - und das nicht erst seit der Tailban-Zeit“, erläutert Rona Yussof Mansury die Schwerpunktsetzung des Vereins.

Bild: Landrat Rainer Kaul, Ehrenpreisträgerin Rona Yussof Mansury, Gleichstellungsbeauftragte Doris Eyl-Müller und Manfred Thran, Geschäftsführer der Stiftung vor dem Bild der Stiftungsgeberin

 

Der Afghanischen Frauenverein unterhält eine Vielzahl von humanitären Projekten in Afghanistan und afghanischen Flüchtlingslagern im benachbarten Pakistan.

 

„Dass in Kundus die Schule für Mädchen geschlossen wurde, stellt zwar einen herben Rückschlag dar - viele Familien lassen ihre Mädchen aus reiner Angst zuhause - aber davon dürfen wir uns nicht entmutigen lassen“, so die Preisträgerin weiter, „wir unterhalten Schulen und Krankenstationen, unterrichten Hebammen und bilden Frauen als Stickerinnen oder Näherinnen, mit dem Ziel der eigenständigen Existenzsicherung, aus.

 

Sauberes Wasser: in den Industrieländern eine Selbstverständlichkeit in Afghanistan lebensnotwendig und trotzdem ein Luxus war der Schwerpunkt unserer Arbeit im letzten Jahr. Es ist uns gelungen 26.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.“ „Dass mit wenigen Mitteln viel erreicht werden kann, belegen diese Zahlen“, bewertet Rainer Kaul das Engagement „Wir haben mit Rona Yussof Mansury eine Preisträgerin ausgewählt, die mit ihren Projekten nicht nur einen Beitrag zur Entwicklung des Landes im engeren Sinne leistet, sondern zeigt, dass Moslems und Christen gemeinsam einen Beitrag für Frieden leisten. Toleranz und Achtung des Anderen ist nicht eine Frage der Konfession, sondern sind elementarer Bestandteil der Menschenwürde. Ein Zeichen das heute notwendiger den je ist und ein Beitrag zur Völkerverständigung darstellt,“ fasst Rainer Kaul das Gespräch zusammen.

 

Die Preisverleihung findet am 12. März 2010 im Rahmen einer Feierstunde im Roentgen-Museum in Neuwied statt.

 

Informationen zur Stiftung oder zum Afghanischen Frauenverein finden Sie unter Doris Eyl-Müller, Tel.: 0 26 31 – 803 410 oder doris.eylmueller@kreis-neuwied.de  

 

Bild: Landrat Rainer Kaul, Ehrenpreisträgerin Rona Yussof Mansury, Gleichstellungsbeauftragte Doris Eyl-Müller und Manfred Thran, Geschäftsführer der Stiftung vor dem Bild der Stiftungsgeberin