Startschuss zum Regionalen Netzwerk „Kindeswohl und Kinderschutz“ in Puderbach

 

Die erste regionale Netzwerkkonferenz des Landkreises Neuwied zum Thema „Kindeswohl und Kinderschutz“ fand im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Kunz und dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach in Puderbach statt. Eingeladen hatten das Kreisjugendamt Neuwied und der „Runde Tisch Betreuung“ der Verbandsgemeinde Puderbach. Das Landeskinderschutzgesetz Rheinland Pfalz sieht die Bildung solcher Netzwerke vor, um den Schutz von Kindern durch eine intensivere Kooperation der beteiligten Akteure und das Angebot weiterer Hilfen zu verbessern.

Foto: Die erste regionale Netzwerkkonferenz des Landkreises Neuwied zum Thema „Kindeswohl und Kinderschutz“ fand im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Kunz und dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach in Puderbach statt. Eingeladen hatten das Kreisjugendamt Neuwied und der „Runde Tisch Betreuung“ der Verbandsgemeinde Puderbach.

 

Im März 2009 fand im Heimathaus Neuwied bereits die Auftaktveranstaltung des lokalen Netzwerkes Kindeswohl und Kinderschutz in Kooperation der beiden Jugendämter von Stadt und Landkreis Neuwied statt. Dieser Auftaktveranstaltung waren 192 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin, Schulen, Kindertagesstätten, Familiengerichten, freie Träger der Jugendhilfe, Polizei und ARGE gefolgt.

 

Dabei wurde schnell deutlich, dass es der Bildung kleinerer, regionaler Netzwerkeinheiten im Landkreis Neuwied bedarf. Wie der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach erklärte, wird diesem Bedürfnis nun durch die Bildung von „Regionalen Netzwerkeinheiten“ in den Verbandsgemeinden Rechnung getragen: „Wir haben in Puderbach begonnen und die Veranstaltung mit dem dort bereits existierenden „Run-den Tisch Betreuung“ vorbereitet. Die Bildung der Regionalen Netzwerkeinheiten in den übrigen Verbandsgemeinden wird im nächsten Schritt folgen“.

 

Laut Hallerbach soll auf diese Weise die Zusammenarbeit aller mit den Aufgaben des Kinderschutzes befassten Fachleute gestärkt werden, und zwar zugeschnitten auf die jeweiligen regionalen Strukturen. „Es ist vordringliche Aufgabe der Regionalen Netzwerke, durch eine vereinfachte Zusammenarbeit den Kinderschutz wirksamer zu gestalten und ein Frühwarnsystem für gefährdete Kinder zu etablieren“, so Hallerbach weiter.

 

Die Teilnehmer - zahlreiche Fachleute der freien Träger der Jugendhilfe, Schulen, Kindertagesstätten und dem Bereich der Kinder- und Jugendmedizin - wurden in Vorträgen zunächst über die Aufgaben des Jugendamtes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und über die Bestimmungen des Landeskinderschutzgesetzes Rheinland-Pfalz unterrichtet. In einem weiteren Vortrag erfuhren die Teilnehmer der Sitzung, welche Schwerpunkte für die weitere Netzwerkarbeit die Auswertung der Auftaktveranstaltung vom März 2009 ergeben hat.

 

Der verantwortliche Projektleiter, Uwe Kukla vom Kreisjugendamt, betonte, dass die Bildung der Regionalen Netzwerkeinheiten ein Resultat dieser Veranstaltung sei: „Weitere Schwerpunkte liegen in der Errichtung eines „Branchenbuches“, das einen systematischen Überblick über alle Beratungs- und Hilfsangebote für Familien in Stadt und Landkreis Neuwied enthalten soll. Hinzu kommt der Ausbau weiterer, niedrigschwelliger und leicht zugänglicher Hilfen für Familien.“

 

Im nächsten Schritt bildete sich aus den Teilnehmern der Konferenz eine Arbeits-gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die nächste Sitzung vorzubereiten und Themenschwerpunkte zu erarbeiten. Die Sitzung war der erste Schritt in Richtung einer verbesserten Zusammenarbeit. „Der Kinderschutz ist eine sehr verantwortliche Aufgabe und verlangt allen damit befassten Fachleuten viel Engagement, Mut und Einsatz ab. Die weitere Verbesserung der Lebensbedingungen der Kinder im Landkreis Neuwied und  die Sicherstellung eines wirksamen Kinderschutzes machen diesen Einsatz erforderlich“, erklärte Hallerbach. „Es ist erfreulich, ein solch hohe Bereitschaft zur Übernahme dieser Verantwortung zugunsten unserer Kinder und Jugendlichen festzustellen“, schloss der 1. Kreisbeigeordnete die Sitzung in Puderbach.

 

Foto: Die erste regionale Netzwerkkonferenz des Landkreises Neuwied zum Thema „Kindeswohl und Kinderschutz“ fand im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Kunz und dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach in Puderbach statt. Eingeladen hatten das Kreisjugendamt Neuwied und der „Runde Tisch Betreuung“ der Verbandsgemeinde Puderbach.