Kita-Außenstelle mit einzigartigem pädagogischen Schwerpunkt - Einweihung der „Waldgruppe“ an der Kita der Stadt Unkel

 

Nur wenige Tage nach dem ersten Spatenstich für die bauliche Erweiterung der Kommunalen Kindertagesstätte Unkel gab es schon wieder ein besonderes Ereignis zu feiern. Mit der Schlüsselübergabe durch Stadtbürgermeister Gerhard Hausen (Mitte) und den Ersten Kreisbeigeordneten und Jugenddezernenten Achim Hallerbach (rechts)  fand nun die offizielle Eröffnung der neuen „Wald-Niederlassung“ der Kita statt. Dem Abriss der Grundschulturnhalle war auch eine Kindergartengruppe „zum Opfer“ gefallen, die dort als Provisorium eingerichtet war. Damit entfiel zunächst die Voraussetzung für die Weiterführung des Betriebes einer fünften Gruppe. Hier haben dann Stadt Unkel und die HTZ GmbH aus der Not eine Tugend gemacht und eine Außenstelle der Kita mit besonderem pädagogischen Schwerpunkt geschaffen.


 

Kreisbeigeordneter Hallerbach lobt den Ideenreichtum der Beteiligten: „Kreative Köpfe – allen voran die Leiterin der Kita, Silvia Hummerich-Holderer, - und ihr Team haben schnell erkannt, dass eine Eingliederung der fünften Gruppe in das Mutterhaus bis zur Fertigstellung des Anbaus keine wirkliche Lösung sein könnte. Denn dort verfügt man natürlich über keinerlei Raumreserven. Was lag da näher, als einen Schwerpunkt aus dem pädagogischen Konzept der Kita, nämlich die regelmäßigen Waldtage besonders herauszugreifen und noch einmal außerordentlich zu würdigen. Trotz der Baustelle im Haus hat das Team dieses herausragende Projekt kreativ mit großem Engagement für die Kinder begleitet. Und jeder, der einmal eine Baustelle im Haus hatte, weiß, was alleine das bedeutet.“

 

Mit der Schaffung eines dezentralen „Stützpunktes“ der Kita im nahegelegenen Wald sollen die regelmäßigen Waldtage nun zu einer festen „Institution“ im pädagogischen Angebot werden. In der dort eigens aufgestellten und eingerichteten Blockhütte sind die Kinder bei Wind und Wetter geschützt, sie haben eine „eigene“ Anlaufstelle und so bekommen die Waldameisen, wie sich auch die Gruppe nennt, eine ganz besondere Wertigkeit.

 

Immerhin ist das pädagogische Konzept, das hinter diesen „Waldameisen“ steckt, so gut und überzeugend, dass die Betriebserlaubnis für die Kindertagesstätte mit keinerlei nennenswerten Einschränkungen, etwa bei der Zahl der Plätze, verbunden ist.

 

Stadtbürgermeister Hausen freute sich über die Bereicherung des pädagogischen Angebotes in seiner Stadt: „Es machen sich nun täglich eine stattliche Anzahl von Kindern aus der Kita auf in den Wald. Sie erkunden dort die heimische Pflanzen- und Tierwelt, entdecken im Jahresverlauf immer neue Spielmaterialien, entwickeln eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Umwelt - aber sicherlich auch zu einander.“

 

Hallerbach wünschte für all die spannenden Projekte, die jetzt dort in Angriff genommen werden können, gutes Gelingen und viel Erfolg. Ein besonderer Dank galt der „Quinte“ und ihrem Projektleiter Ulrich Zimmermann, die das Haus aufgestellt haben.