Naturschutzbeirat informierte sich in Buchholz über Heideentwicklung - Milad und Hallerbach: Heide entwickelt sich weiter positiv, Erhalt steht im Vordergrund

 

Die Heideflächen am nördlichen Rand des Landkreises Neuwied werden von der Naturschutzbehörde des Kreises und dem Arbeitskreis Natur und Umwelt im Asbacher Land ANUAL e.V. seit Jahren intensiv betreut. „Unter finanzieller Förderung des Landes und der Ortsgemeinde Buchholz konnten die Heideflächen ausgedehnt und naturschutzkonform gepflegt werden“, so der zuständige 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Der Naturschutzbeirat des Landkreises Neuwied unter dem Vorsitz von Forstdirektor Kurt Milad, informierte sich nunmehr über den aktuellen Stand der Entwicklungen vor Ort.

Die Mitglieder des Naturschutzbeirates des Landkreises Neuwied informieren sich über den Entwicklungsstand der Heideflächen am Ortsrand von Buchholz: Heinz-Josef Stockhausen (3.v.l.), Vorsitzender Kurt Milad (5.v.l.), Verbandsbürgermeister Wolfgang Kunz (6.v.l.), 1.Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach (7.v.l.).

 

Die Maßnahmen orientieren sich an den Vorgaben des europäischen Naturschutzes „Natura2000“, erläutert Tobias Bufler von der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Neuwied einführend. Es werden europaweit bedeutsame Lebensräume wie atlantische Feuchtheiden und Eichen-Birkenwälder wieder her gestellt, die im 19. Jahrhundert die gesamte Kuppenlage von Komp (NRW) bis Muß einnahmen.

 

Dieses Jahr wurden standortfremde Fichten gefällt. Bald werden an deren Stelle Eichen gepflanzt. Die Birke wird sich natürlich ansamen, sodass die Voraussetzung für Eichen-Birkenwälder geschaffen werden. Die Vertreter des Forstes lobten die umsichtige Abwicklung der Maßnahme, welche vom Revierleiter bodenschonend vor dem Sturm Xynthia begonnen wurde. Der Vorsitzende des Naturschutzbeirates, Kurt Milad, erläuterte weitere Empfehlungen zur Eindämmung naturschutzfachlich nicht erwünschter Pflanzen.

 

Der Schaf- und Ziegenbeweidung wurde besonderes Augenmerk geschenkt, denn diese soll die traditionelle Landnutzung nachahmen und die Heide verjüngen und zur Blüte verhelfen. Dieses Jahr werden erstmals Moorschnucken aus Norddeutschland eingesetzt. Gutachter Immo Vollmer bewertete die bisherigen Ergebnisse sehr positiv. Mit der Wahl der Schnucken habe man einen guten Griff getan, denn diese fressen nun auch die Gehölze stark herunter. Der Beirat empfahl, die Beweidung mit einer stetig größeren Herde fort zu führen und würdigte das Engagement der beteiligten Fachleute.

 

Lob zollten auch Heinz-Josef Stockhausen Beigeordneter der Ortsgemeinde Buchholz und Achim Hallerbach, als 1. Kreisbeigeordneter für den Naturschutz zuständig, den Mitgliedern des ANUAL e.V. und der geleisteten Arbeit. „Dank des großen Engagements von ANUAL und unterstützender Maßnahmen zum Beispiel von Johnson Controls aus Krautscheid, konnte einem wichtigen und bedeutsamen Kleinod eine gute Perspektive geschaffen werden. Wir sind zwar noch nicht am Ziel, wir haben jedoch das Ziel fest im Blick“, erklärt Achim Hallerbach. Die Mitglieder des Beirates waren sich einig, dass für die Erhaltung der letzten Heideflächen auch in Zukunft noch viel zu tun sein werde.