Vereinbarung über Gewässerrenaturierung unterschrieben
Der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, Verbandsbürgermeister Lothar Röser und der erste Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes, Toni Weißenfels, unterzeichneten in Neustadt eine Vereinbarung zum Projekt Renaturierung der Wiedaue bei Neustadt-Thalhof. Damit kann nun ein lange geplantes gemeinsames Projekt der naturnahen Gewässerentwicklung und des Hochwasserschutzes von Landkreis Neuwied, der Verbandsgemeinde Asbach und des Wasserbeschaffungsverbandes Neustadt umgesetzt werden.
In der Wiedaue bei Neustadt-Thalhof wird der Wasserbeschaffungsverband zunächst Raum für die Ausbreitung der Wied bei Hochwasser schaffen; dieser „Retentionsraum“ war beim Bau eines neuen Trinkwasserbrunnens verloren gegangen. Als Ausgleich werden 850 cbm Erdreich in der Wiedaue abgegraben. „Für die Maßnahme darf der Verband Grundstücke des Landkreises in Anspruch nehmen und stellt im Gegenzug auf seinen Grundstücken Fläche für einen 15 Meter breiten und etwa 400 Meter langen Randstreifen an der Wied zur Verfügung“, erläutert der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Dieser Randstreifen soll nicht bewirtschaftet werden; die im Laufe der Jahre wachsenden Gehölze werden die Wied beschatten, damit für kühleres Wasser und eine bessere Lebensraumqualität sorgen.
Die Verbandsgemeinde Asbach nutzt ebenfalls die Grundstücke des Landkreises, um den Lauf des Dinspeler Baches zu renaturieren. Der tief in die Wiedaue eingegrabene Bach soll ein flacheres, strukturreicheres Bett und ebenfalls einen Randstreifen erhalten.
„Indem Landkreis, Verbandsgemeinde und Wasserbeschaffungsverband ihre jeweiligen Einzelprojekte bündeln, können sie die Bauarbeiten nicht nur insgesamt preiswerter umsetzen, sondern auch ein für die Gewässerentwicklung und den Hochwasserschutz wirkungsvolleres Gesamtprojekt umsetzen“, betont Hallerbach.
Und damit nicht genug: Neben den unterzeichnenden Parteien beteiligt sich auch der Landesbetrieb Mobilität. Der Landesbetrieb wird im Rahmen des Projektes weiteren Retentionsraum schaffen, um einen Verlust auszugleichen, der bei der jüngsten Sanierung einer Ufermauer bei Neustadt-Kodden entstanden ist.
Nachdem die Vereinbarung jetzt unterschrieben ist, kann der Landkreis Planung und Ausschreibung der Bauarbeiten noch im September auf den Weg bringen. „Wann die Bauarbeiten wirklich starten können, bestimmt dann allerdings das Wetter: Für die Erdarbeiten in der Aue muss der in den vergangenen Wochen mit Regen verwöhnte Boden erst einmal trockener werden“, erklärt der Projektleiter Rainer Jodes von der Kreisverwaltung Neuwied.
Bild:(v.l.n.r.) Erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Lothar Röser, Toni Weißenfels, Norbert Weber (Geschäftsführer Wasserbeschaffungsverband), Rainer Jodes, Werner Salz (Beigeordneter der Gemeinde Neustadt), Jutta Wertenbruch (Ortsbürgermeisterin Neustadt)
(Foto: Andreas Holl)


