Existenzgründung – Frauen machen mobil
Vom Wunsch zur Wirklichkeit ist der Weg weit; besonders wenn es um die Existenzgründung geht. Und Vieles gilt es weit vorher zu klären. Dies beginnt bei der Frage, ob die persönliche Qualifikation ausreicht und ob die Familie überhaupt mitspielt. Reicht das Zeitkontingent und ist man fit und belastbar? Ist man bereit, mehr als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten. Gibt es einen Markt für das Produkt?
Erst wenn diese Fragen schon mal geklärt sind, kann die fachliche Beratung über Kredite, Sicherheiten und Betriebsformen stattfinden.
Einen Überblick über den Weg in die Selbstständigkeit zeigte der Workshop „Existenzgründung“ im Rahmen der von den Gleichstellungsbeauftragten und Arbeitsagenturen unterstützten Landeskampagne „Plan W – Wiedereinstieg hat Zukunft“, der in Unkel stattfand. „Dies ist die Letzte einer ganzen Reihe von Veranstaltungen der Landeskampagne Plan W in Stadt und Landkreis Neuwied für das Jahr 2010 und meine erste Veranstaltung als Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Unkel“, erläutert Astrid Thol, die neben der Verbandsgemeinde Linz seit 01.Juli 2010 auch für die VG Unkel als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte tätig ist.
„Die Beratung im Vorfeld der Existenzgründung ist das A und O!“, betonte Daniela Becker-Keip von der Handwerkskammer Koblenz, die als Referentin das Seminar leitete. „Ob Neugründung, Betriebsübernahme, Franchising, Beteiligung oder Gründung im Nebenerwerb, eine gute Vorbereitung ist wichtig. Die Kammern (Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer), die Agentur für Arbeit, das Finanzamt und die Struktur- und die Genehmigungsdirektion Nord als Einheitlicher Ansprechpartner (EAP) bieten Beratungen und Unterstützung für Existenzgründer(innen) an, die unbedingt genutzt werden sollten!“ Konkret mit Checklisten, aber auch mit kritischen Fragen zeigte Daniela Becker-Keip den möglichen Weg in die Selbstständigkeit auf.


