Freiherr-vom-Stein-Plakette an Ehrenamtliche in der Kommunalpolitik verliehen
In Anerkennung ihrer Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung hat Innenminister Karl Peter Bruch (links) Horst Rasbach, Werner Wittlich und Sigurd Remy (v.l.n.r.) die Freiherr-vom-Stein-Plakette verliehen. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die drei ausgezeichnet. „Damit ehren wir besondere Leistungen von Frauen und Männern, die sie durch ihren langjährigen, zeitaufwändigen und engagierten Einsatz in einem kommunalpolitischen Ehrenamt erbracht haben“, so Bruch. Zu den ersten Gratulanten zählten (v.r.) Landrat Rainer Kaul und Oberbürgermeister Nikolaus Roth.
Seit 1954 wird die Freiherr-vom-Stein-Plakette - seit 2001 alle drei Jahre - an Bürgerinnen und Bürger als Auszeichnung ihres kommunalpolitischen Engagements verliehen. „Auch heute noch ist Steins Überzeugung aktuell, dass eine positive Entwicklung von Staat und Gesellschaft ohne die aktive und konstruktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich ist“, sagte der Minister. Somit sei der Name Stein neben der Modernisierung von Staat und Verwaltung und der sozialpolitisch bedeutsamen Bauernbefreiung insbesondere mit der Kommunalreform verbunden.
„Die Träger der Plakette nehmen auch gleichzeitig die Aufgabe an, Vorbild für junge Menschen zu sein, für die die demokratische Lebensform und die kommunale Selbstverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland etwas Selbstverständliches geworden ist“, betonte der Innenminister während der Feierstunde. Kommunale Selbstverwaltung lebe von verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern und ihrem Engagement für die eigenen Angelegenheiten einzutreten und Verantwortung zu übernehmen. „Vorbilder müssen natürlich zunächst durch Vorleben den Anreiz zum Nachleben geben", so Bruch. Das verdienstvolle Wirken der Geehrten solle der jungen Generation als Beispiel dienen, dass für örtliche Gemeinschaften die bürgerliche Beteiligung am kommunalen Leben notwendig sei. Denn nur durch Handeln vor Ort könne man etwas erreichen. „Wenn wir diesen Zusammenhang vermitteln können, brauchen wir uns über die künftigen Kommunalpolitiker wenig Sorgen zu machen“, sagte Karl Peter Bruch.


