Kreis fördert den Erhalt und Vermarktung von Streuobst

 

Hallerbach: Vermarktung mit der gleichen Intensität vorantreiben.

Seit mehr als einem Jahr hat die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Neuwied einen Handlungsschwerpunkt auf den Erhalt der Streuobstwiesen und die Förderung des heimischen Obstes gelegt. Jetzt überreichte der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach beim Streuobsttag des Arbeitskreises Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (ANUAL) einen Pasteur für die Apfelsaftherstellung.

Seit mehr als einem Jahr hat die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Neuwied einen Handlungsschwerpunkt auf den Erhalt der Streuobstwiesen und die Förderung des heimischen Obstes gelegt. Jetzt überreichte der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach (links) beim Streuobsttag des Arbeitskreises Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (ANUAL) einen Pasteur für die Apfelsaftherstellung.

 

„Nicht nur in Asbach, sondern auch in den Verbandsgemeinden Rengsdorf und Bad Hönningen sind Streuobstinitiativen entstanden. Neben dem Erhalt alter Obstbäume durch regelmäßigen Pflegeschnitt werden auch zahlreiche neue Bäume gepflanzt. Die Kreisverwaltung als untere Naturschutzbehörde unterstützt derartige Vorhaben im Rahmen ihrer Möglichkeit. Durch die Gründung eines runden Tisches dokumentiert die Kreisverwaltung, dass sie hierin eine der wichtigsten Aufgaben des Naturschutzes sieht. Aber man muss auch die Vermarktung des Obstes mit der gleichen Intensität vorantreiben“, so Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach.

 

Die Anschaffung von Keltern, Pressen und sonstigem Zubehör ermöglicht es den lokalen Gruppen im Westerwald und am Rhein, in örtlichen Aktionen besonders Kindern zu demonstrieren, wie Apfelsaft wirklich entsteht. Beim Streuobsttag in Asbach demonstrierten zahlreiche Mitglieder des ANUAL wie es funktioniert. „Ein ganz schöner Maschinenpark war aufgebaut. Von der Kinderpresse über einen semiprofessionellen Kelter bis hin zur hydraulischen Pressmaschine war die Produktionslinie funktionsbereit und eindrucksvoll dargestellt“, lobt Hallerbach das Engagement der Veranstalter. Kräftig lief dann auch der frische Saft in die bereitgestellten Tanks.

 

Neu an diesem Tag stand am Ende der Produktionsstraße ein Pasteur. „Ein Edelstahlbehälter mit 150 Liter Fassungsvermögen. In ihm wird der frische Saft eine Stunde lang auf 78 Grad Celsius erhitzt. Damit wird er keimfrei und kann lange gelagert werden“, erklärt Hans-Peter Job von der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Neuwied. Die gesunden Inhaltsstoffe des Obstes bleiben indes erhalten.

 

Die Kreisverwaltung hatte dieses Geschenk mitgebracht. Es soll den örtlichen Initiativen helfen, noch effektiver zu arbeiten. Deshalb steht es auch anderen Organisationen im Landkreis für ihre Aktionstage rund um das Streuobst nach Terminabsprache zur Verfügung. Einstweilen steht es in Asbach und wird dort gewartet. „Diese kleinen Aktionen ersetzen natürlich nicht die wertvolle Arbeit der Mostereien, die zur Zeit das Gros des Streuobsts abnehmen und verarbeiten, aber es kann im Kleinen dazu beitragen, dass Kinder und ihre Eltern unser heimisches Obst mit anderen Augen betrachten und genießen“, so Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach abschließend.

 

Weitere Informationen zum Thema erteilt die Untere Naturschutzbehörde, Hans-Peter Job, unter Tel. 02631-803382.