Rainer Kaul erneut für weitere fünf Jahre als DRK-Präsident bestätigt

 

Der Neuwieder Landrat Rainer Kaul wurde auf der Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes im Landesverband Rheinland-Pfalz erneut für weitere fünf Jahre als Präsident bestätigt. Kaul, der vor seiner vorherigen Amtsperiode bereits lange DRK-Vorsitzender im Kreis Neuwied war, zog eine positive Bilanz der vergangenen fünf Jahre. Das Rote Kreuz sieht er gut aufgestellt, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Landrat Rainer Kaul

 

Den Rettungsdienst bezeichnete er als wichtigen Bestandteil des Bevölkerungsschutzes und Teil eines Hilfeleistungssystems, in dem auch ehrenamtliche Leistungen eingebunden seien. „Unsere ehrenamtlichen Helfer halten sich durch ihre Mitarbeit im Rettungsdienst fachlich fit für den Katastrophenfall – und der kann jederzeit kommen“, sagte Kaul und erteilt einer Reduzierung des Rettungsdienstes auf ein medizinisches Marktgut durch Ausschreibungen eine klare Absage. „Wer das System rein marktwirtschaftlich aufstellen will, gefährdet ein gut funktionierendes System und damit die Schlagkraft für einen eventuellen Katastrophenfall“  In Rheinland-Pfalz gäbe es solche Tendenzen zum Glück noch nicht und er sei zuversichtlich, dass das auch so bleibe.

 

Zu den Ehrengästen gehörten der rheinland-pfälzische Innenminister Karl-Peter Bruch und der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters. „Rettungsdienst ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Bevölkerungsschutzes“ erklärte Minister Bruch, der seine Unterstützung in dieser Frage zusicherte. Den Festvortrag hielt der geschäftsführende Direktor des rheinland-pfälzischen Landkreistags, Burkhard Müller zum Thema ‚Demografischer Wandel als Herausforderung für das Rote Kreuz’. Er forderte die Delegierten auf, die Zukunft schon heute zu gestalten und erinnerte daran, dass „ohne Ehrenamt kein Staat mehr zu machen“ sei.

 

Kaul steht nun in zweiter Amtsperiode dem 250.000 Mitglieder starken Verband vor. Insgesamt engagieren sich beim DRK Rheinland-Pfalz rd. 10.000 aktive Helfer, hinzu kommen noch 5000 Jugendrotkreuzler. Das DRK RLP unterhält 13 Krankenhäuser, den Blutspendedienst, den Rettungsdienst mit 122 Rettungswachen (im Kreis Neuwied in Neuwied, Linz, Dierdorf, Waldbreitbach und Asbach). Hinzu kommen verschiedene Berufsbildungswerke, Sozialstationen und Seniorenheime.