Auswertungsbroschüre zur Fachtagung „Jugendgewalt – Jungengewalt?“ ist erschienen

 

Ob tatsächlich Jungen eher zur Gewalt neigen als Mädchen und Jugendliche mit Migrationshintergrund gewaltbereiter sind als Jugendliche ohne Migrationshintergrund, diesen Fragen gehen die Texte in der Auswertungsbroschüre der Fachtagung „Jugendgewalt – Jungengewalt?“ nach.

Bildunterzeile: Uwe Kukla, stellvertretender Leiter des Kreisjugendamtes Neuwied, Achim Hallerbach, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises, Beate Ullwer, Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises, Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises

 

Familiäre Gewalterfahrungen sind ein Risikofaktor für die Gewaltbereitschaft Jugendlicher unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Dies belegen wissenschaftliche Untersuchungen, unter anderem vom kriminologischen Forschungsinstitut in Niedersachsen. „Dies ist für den Runden Tisch Rhein-Westerwald des rheinland-pfälzischen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen Grund genug, den Verlauf und die Ursachen von Jugendgewalt auch im Hinblick auf Geschlechtsspezifika näher zu betrachten“, erläutern die Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Westerwald und Neuwied, Beate Ullwer und Doris Eyl-Müller, die Motivation für die Fachtagung mit Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des oben genannten Instituts.

 

„Auch in den Zahlen unserer Jugendämter ist belegt, dass hohe Belastungen für Familien steigende Bedarfe an Jugendhilfemaßnahmen, Schutzmaßnahmen und präventive Hilfen generieren“, so Uwe Kukla, stellvertretender Leiter des Kreisjugendamtes Neuwied.

 

„Die Gewaltbereitschaft zwischen Jungen und Mädchen ist unterschiedlich und nur wenn wir genau hinschauen und die Ursachen und Risikofaktoren richtig bewerten, können wir adäquate Präventionsmaßnahmen entwickeln. Deshalb haben wir gerne die Fachtagung für den Runden Tisch ausgerichtet“, so Achim Hallerbach, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied und zuständiger Dezernent für Kinder, Jugend und Familie, der gemeinsam mit Uwe Kukla, Beate Ullwer und Doris Eyl-Müller die Auswertungsbroschüre der Öffentlichkeit vorstellte.

 

Die Broschüre ist bei der Kreisverwaltung erhältlich.