Energiebeirat nimmt Möglichkeiten der Energieeinsparung bei Unternehmen in den Fokus
„Als Träger des rheinland-pfälzischen Umweltpreises müssen Ökologie und Ökonomie in einen wettbewerbsfähigen Einklang gebracht werden. Diese Zielsetzung hat das Traditionshaus Rabenhorst nicht nur einmalig sondern als langfristige Unternehmensstrategie umgesetzt“, resümiert der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach beim Besuch des Energiebeirates des Landkreises Neuwied im Unkeler Unternehmen.
Rabenhorst Geschäftsführer Klaus-Jürgen Philipp und Betriebsleiter Egon Roos erläuterten die umfangreichen Umsetzungen im Unternehmen in Bezug auf nachhaltige Produktionsprozesse und Produkte. „Wir setzen Maßstäbe: Rabenhorst bezieht ausschließlich Öko-Strom. Durch Wärmerückgewinnungssysteme konnte der Gasverbrauch in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent gesenkt werden. Wassersparmaßnahmen reduzierten im gleichen Zeitraum den Wasserverbrauch um 25 Prozent“, so Klaus-Jürgen Philipp. Abfall-Vermeidung und das Recycling gehören ebenso zur Strategie umfassender Ressourcenschonung im Haus Rabenhorst.
Der Energiebeirat beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit der Energieeffizienz in mittelständischen Unternehmen sowie den unterschiedlichen Ansätzen im Land Rheinland-Pfalz. „Die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen scheitert oftmals daran, dass in vielen Unternehmen die Höhe der wirtschaftlichen Energieeffizienzpotenziale nicht bekannt ist. Noch weniger bekannt ist oft, welche Kapitalrenditen für Energieeffizienzinvestitionen erzielt werden können. Nach wie vor werden Einsparpotenziale in Unternehmen daher häufig unterschätzt oder konkrete Maßnahmen nur zögerlich umgesetzt“, erläutert Achim Hallerbach, Vorsitzender des Energiebeirates des Landkreises Neuwied.
Der „Effcheck“ - ein Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz - bietet die Möglichkeit, mit Hilfe eines externen Beraters Kosteneinsparpotenziale in Unternehmen aufzudecken. Zielgruppe sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Das Land übernimmt dabei bis zu 70 Prozent der Beraterkosten.
Ziel eines „Lernenden EnergieEffizienz-Netzwerkes“ (LEEN) mit zehn bis 15 Unternehmen ist es, durch einen regelmäßigen, von einem Fachmann moderierten Erfahrungsaustausch die vielen rentablen Effizienz-Potentiale für jeden der Teilnehmer schneller und mit geringerem Aufwand verfügbar zu machen. Nach den bisherigen Erfahrungen in der Schweiz und in Deutschland lässt sich bei den Teilnehmern derartiger Netzwerke die Verbesserung der Energieeffizienz und dadurch die Senkung der spezifischen Energiekosten um mindestens das Doppelte gegenüber dem industriellen Durchschnitt beschleunigen.
„Mit beiden Projekten wollen wir kleinen und mittelständischen Unternehmen im Landkreis Neuwied zusätzliche Unterstützung und Beratungsleistungen anbieten. Diese Form der regionalen Wirtschaftsförderung in konkrete Maßnahmen zum Beispiel für Produktionsprozesse, tragen zur Standortsicherung und der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bei“, so der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach:„Ich freue mich über die Unterstützung des Energiebeirates, um uns in diesem zukunftsträchtigen Themengebiet weiter zu engagieren.“


